Bilanzen vom 18.7.: Kions Gabelstapler sind ein Verkaufshit

Bilanzen vom 18.7.: Kions Gabelstapler sind ein Verkaufshit

Die Produkte des Gabelstapler-Herstellers Kion sind vor allem in Westeuropa weiterhin stark gefragt: Der Überschuss steigt um ein Fünftel. Weitere Bilanzen des Tages: Hapag-Lloyd, Wacker, Givaudan und SGS.

Geschäfte von Kion laufen vor allem in Westeuropa weiter rund

Der Gabelstapler-Hersteller Kion profitiert von guten Geschäften in Westeuropa. Der Umsatz legte im zweiten Quartal um 7 Prozent auf 1,34 Mrd. Euro zu, wie das im MDax notierte Unternehmen am Montag in Wiesbaden bei der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Überschuss kletterte um etwas mehr als ein Fünftel auf 64 Mio. Euro.

Kion profitierte vom starken Wachstum bei Elektrostaplern und Lagertechnikgeräten, die die sinkenden Bestellzahlen bei Staplern mit Verbrennungsmotor mehr als kompensierten.

Im zweiten Quartal stagnierte Kion zufolge die weltweite Nachfrage nach Gabelstaplern. Vor allem der chinesische Markt schwächelte. In Westeuropa habe das Geschäft dagegen zugelegt.

Bei Kion selbst wurden im zweiten Quartal 45.600 Fahrzeuge bestellt - das ist ein Plus von fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen, das mit Weichai einen chinesischen Ankeraktionär hat, konnte sich vom negativen Trend in China absetzen und verzeichnete auch hier ein Plus bei den Bestellungen. Insgesamt legte der Auftragseingang um 8 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro zu.

Bank of America verdient trotz Gewinnrückgang mehr als erwartet

Der Bank of America setzt eine größere Risikovorsorge für Kreditausfälle zu. Der Gewinn sank im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um 19,4 Prozent auf rund 3,9 Milliarden Dollar, wie die zweitgrößte US-Bank am Montag mitteilte. Die Rückstellungen für faule Kredite stiegen zugleich um 25 Prozent auf 976 Millionen Dollar. Zudem sanken die Zinseinnahmen um zwölf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel mit 36 Cent aber immer noch besser aus als von Analysten erwartet. Die Aktie legte vorbörslich leicht zu.

Auch US-Branchenprimus JP Morgan und Rivale Citigroup hatten für das abgelaufene Quartal Gewinnrückgänge vermeldet. Angesichts der Marktturbulenzen unmittelbar nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien hatten viele Investoren an der Börse aber Schlimmeres erwartet.

Disney-Figuren sorgen für Gewinnplus bei Spielzeughersteller Hasbro

Der Spielzeughersteller Hasbro hat seinen Gewinn dank Figuren aus Disney -Filmen und der "Star Wars"-Reihe überraschend deutlich gesteigert. Der Überschuss stieg im abgelaufenen Quartal um etwa ein Viertel auf 52 Millionen Dollar, wie der zweitgrößte US-Anbieter nach Mattel am Montag mitteilte. Der Umsatz legte demnach um zehn Prozent auf 879 Millionen Dollar zu. Hasbro führte die Zahlen unter anderem auf die große Nachfrage nach Puppen aus der Reihe "Disney Princess" zurück, zu der die Comicfilm-Charaktere Cinderella oder Arielle, die Meerjungfrau, gehören. Auch Figuren aus dem Film "Die Eiskönigin" seien gefragt gewesen.

Hapag-Lloyd kappte Gewinnprognose - Preiskampf im Containergeschäft

Der Preiskampf in der Schifffahrt durchkreuzt die Gewinnpläne der Container-Reederei Hapag-Lloyd. Wegen einer deutlich schlechteren Entwicklung der Frachtraten werde das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in diesem Jahr "deutlich" sinken, teilte das Unternehmen überraschend am Montag mit. Bisher war Vorstandschef Rolf Habben Jansen von einer deutlichen Steigerung ausgegangen.

Neben dem Preisverfall im Containergeschäft hätten im zweiten Quartal zusätzlich steigende Treibstoffpreise aufs Ergebnis gedrückt, begründete das Management nun die gekappte Jahresprognose. Zudem werde der geplante Zusammenschluss mit der arabischen Reederei UASC Einmalbelastungen mit sich bringen.

Wacker schneidet im Quartal besser ab als vorhergesehen

Der Spezialchemiekonzern Wacker hat im abgelaufenen zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Nach bisherigen Berechnungen liege das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Sondererträge bei 295 Millionen Euro, teilten die Münchner am Montag mit. Dies übersteige die aktuellen Schätzungen der Analysten, hieß es. An der Börse legten die Wacker-Titel um gut zwei Prozent zu.

An der Jahresprognose will Wacker-Chef Rudolf Staudigl indes nicht rütteln. "Die Prognose für das Gesamtjahr 2016 wird Wacker voraussichtlich bestätigen", teilte das Unternehmen mit. Danach soll das operative Jahresergebnis um fünf bis zehn Prozent über dem Vorjahr liegen. Vermutlich werde der Zuwachs eher am oberen Ende der Spanne liegen. Die endgültigen Quartalszahlen will Wacker am 28. Juli vorlegen.

Aromenhersteller Givaudan im ersten Halbjahr mit mehr Gewinn

Der Schweizer Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr dank einer starken Nachfrage aus der Luxusparfümerie- und Konsumgüterindustrie mehr verdient. Der Gewinn stieg um knapp 8 Prozent auf 368 Mio. Franken (337,65 Mio. Euro), wie der Genfer Konzern am Montag mitteilte. Der Umsatz wuchs auf vergleichbarer Basis um gut sechs Prozent auf 2,3 Mrd. Franken.

Analysten hatten für den Konkurrenten des US-Konzerns IFF und der deutschen Symrise im Schnitt 347 Mio. Franken Gewinn prognostiziert.

Givaudan stellt Duft- und Aromastoffe für Körperpflege- und Haushaltsprodukte sowie für die Nahrungsmittelindustrie her. Der Weltmarktführer hält an seiner Prognose fest, den Umsatz aus eigener Kraft mittelfristig pro Jahr um vier bis fünf Prozent zu steigern.

Schweizer Prüfkonzern SGS mit starkem Wachstum im ersten Halbjahr

Der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS weist für das erste Halbjahr ein starkes Wachstum auf. Das Umsatzplus von 5,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Franken (2,66 Mrd. Euro) geht fast zur Hälfte auf das Konto von Übernahmen.

Alleine im ersten Halbjahr 2016 hat der Konzern 10 Übernahmen getätigt, so viele wie im letzten Gesamtjahr. In seinem am Montag publizierten Halbjahresbericht spricht SGS von einer starken Leistung und einer guten Strategie.

Der Gewinn ist sogar um fast ein Fünftel auf 277 Mio. Franken gewachsen. Nach Minderheiten sind es 258 Mio. Franken. Doch erhöhen will der Konzern seine Prognosen trotz dieser guten Ergebnisse nicht. Die Margen bleiben unter Druck. Der Konzern bleibt bei der bisherigen Einschätzung, wonach der Umsatz ohne Zukäufe zwischen 2,5 und 3,5 Prozent wachsen wird.

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