Die Bilanzen vom 12.7.: Alcoa, BMW, Peugeot und Daimler

Die Bilanzen vom 12.7.: Alcoa, BMW, Peugeot und Daimler

Dailmer-Chef Dieter Zetsche konnte den Gewinn im zweiten Quartal steigern.

Der US-Aluminium-Riese Alcoa hat die Bilanzsaison eröffnet, alle aktuellen Ergebnisse lesen Sie in den kommenden Wochen auf trend.at. Ebenfalls heute frisch eingetroffen: Die Zahlen von Peugeot, BMW und Daimler - letztgenannter sorgt für eine positive Überraschung.

Alcoa schneidet nicht so schlecht ab wie befürchtet

Der US-Aluminium-Riese Alcoa hat sinkende Metallpreise dank guter Geschäfte mit der Auto-und Flugzeugindustrie abgefedert. Der Umsatz sank im zweiten Quartal um 10 Prozent auf 5,3 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Gewinn fiel unter dem Strich um knapp 4 Prozent auf 135 Millionen Dollar.

An der Londoner Terminbörse hatte der Aluminiumpreis im zweiten Quartal um 11 Prozent nachgegeben. Analysten hatten mit Schlimmerem gerechnet. Im nachbörslichen Handel sprang der Kurs der Alcoa-Aktie um fast 4 Prozent nach oben, nachdem er beim Ertönen der Schlussglocke an der Wall Street bereits mehr als 3 Prozent höher notiert hatte.

Der Konzern macht traditionell den Auftakt für die Saison der Quartalsberichte und gilt auch als ein Indikator für die Konjunktur-Entwicklung, weil Aluminium in vielen Branchen eingesetzt wird.

Alcoa will sich im zweiten Halbjahr 2016 in zwei Unternehmen aufspalten. Die klassische Herstellung von Rohmaterialien wird von dem Geschäft mit technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt, das unter dem Namen Arconic laufen soll. Unter dem Namen Alcoa soll weiter das traditionelle Geschäft geführt werden.

Konzernchef Klaus Kleinfeld zeigte sich in einer Mitteilung zufrieden. Die Ergebnisse hätten sich weiter verbessert, lobte er. Die Aufspaltung sei auf dem Weg.

Daimler steigerte Gewinn im zweiten Quartal

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat nach einer Gewinnsteigerung im zweiten Quartal seine Jahresprognose bestätigt. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von 3,76 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 3,97 Milliarden Euro geklettert, teilte der Konzern überraschend am Montagabend mit.

Damit läge das Ergebnis "deutlich über den Markterwartungen", hieß es. Allerdings verzeichnete der wichtigste Bereich, das Geschäft mit Autos (Mercedes-Benz Cars), einen leichten Rückgang des bereinigten Gewinns von 2,23 auf 2,21 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Lastwagen (Daimler Trucks) spülte 661 Millionen Euro in die Kassen nach 717 Millionen Euro im Vorjahr. Die deutlichen Gewinnsteigerungen bei Vans und bei Bussen sowie ein leichtes Plus bei der Finanztochter glichen das aber mehr als aus.

Seine Jahresprognosen für das operative Ergebnis bestätigte Daimler. Für den Konzern erwarten die Stuttgarter dabei eine leichte Steigerung zum Vorjahr.

BMW-Verkäufe nach Schwächephase wieder ordentlich in Fahrt

BMW kommt nach einer kleinen Schwächephase bei den Verkäufen langsam wieder besser in Fahrt. Im Juni wuchs der Absatz des Konzerns um 9,1 Prozent auf 227.849 Autos, wie die Münchner am Dienstag mitteilten. Allein die Marke BMW legte mit einem Plus von 9,7 Prozent noch etwas deutlicher zu.

Oberklasse-Konkurrent Mercedes-Benz ist aber weiterhin noch besser unterwegs: Die Stuttgarter verkauften im Juni 11,4 Prozent mehr Autos und liegen auch nach dem ersten Halbjahr mit über einer Million verkaufter Autos deutlich vor BMW, die zum Halbjahr noch an der Millionenmarke scheiterten. BMW kämpft vor allem in den USA gegen einen Absatzschwund. In Europa und China läuft es dagegen rund.

Peugeot macht mattes China-Geschäft zu schaffen

Der französische Autobauer PSA hat im ersten Halbjahr wegen der schwächelnden Nachfrage aus China weniger Fahrzeuge verkauft. Der Absatz der Marken Peugeot, Citroen und DS ging um 0,2 Prozent auf 1,54 Millionen zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in Paris mitteilte.

Dabei schrumpfte das Geschäft in China und Südostasien um fast ein Fünftel.

Die Chinesen fahren immer häufiger Geländelimousinen (SUV) heimischer Hersteller, die vergleichsweise günstig sind. In Europa steigerte PSA seinen Absatz dagegen um 7,4 Prozent. Besonders gut laufen hier die Geschäfte mit dem Mini-SUV Peugeot 2008.

Allerdings befürchtet PSA in Europa eine Verlangsamung im zweiten Halbjahr, auch wegen des Brexit-Votums der Briten.

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