Bilanz ante portas: VW kämpft mit den Folgen des Abgasskandals

Bilanz ante portas: VW kämpft mit den Folgen des Abgasskandals

"Dieselgate" belastet Volkswagen weiterhin. Zugleich sucht der deutsche Auto-Konzern den Weg in die Zukunft. An der Börse scheinen Anleger wieder Vertrauen zu Volkswagen zu fassen. Der Abgasskandal dürfte auch im neuen Jahr seine Spuren in der Bilanz von Volkswagen hinterlassen haben.

Zwar stehen Insidern zufolge vorerst keine neuen Rückstellungen für die Folgen der Krise an; erwartet wird aber, dass etwa Kosten für Rabattaktionen auf das Ergebnis gedrückt haben.

Am Dienstag (31. Mai) legt der deutsche Konzern seine Zahlen für das erste Quartal vor und wird damit weiter Aufschluss darüber geben, wie sehr das Kerngeschäft noch im Bann der Dieselkrise steht.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern als einen Grund für Verluste bei der Hauptmarke VW höhere Kosten für die "Verkaufsförderung" genannt, dazu gehören Rabatte und Werbung. Die sogenannten Vertriebskosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast 16 Prozent. Damit soll ein Absatzeinbruch vermieden werden.

Die Marke VW mit Modellen wie dem Golf und Passat muss den Großteil des Abgasskandals mit Milliarden-Rückstellungen unter anderem für Rückrufkosten schultern.

Analysten rechnen bei Volkswagen für das erste Quartal 2016 mit einem leicht geringeren Umsatz sowie einem deutlich gesunkenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Im vergangenen Jahr musste Europas größter Autobauer infolge des Diesel-Skandals den höchsten Verlust in seiner Geschichte verkraften. Hauptgrund waren rund 16 Mrd. Euro an Rückstellungen. Dies riss das Unternehmen tief in die roten Zahlen, unterm Strich stand ein Verlust von rund 1,6 Mrd. Euro.

Aktie hat sich wieder leicht erholt

Anleger scheinen aber wieder Vertrauen zu Volkswagen zu fassen: Die VW-Aktie hat sich zuletzt wieder spürbar erholt von ihrem tiefen Fall nach dem Bekanntwerden der Manipulationen an weltweit 11 Millionen Dieselautos. Die Vorzugsaktie kostete zuletzt wieder rund 135 Euro. Der bisherige Tiefstand im Abgasskandal war im Oktober bei rund 92 Euro erreicht.

Im operativen Geschäft sehen Analysten bereits im zweiten Quartal wieder Besserung. Die Nachfrage in Europa und China sei robuster als gedacht, schrieb Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Davon profitiere nicht nur VW, sondern die gesamte deutsche Autobranche.

Gleichzeitig müssen gerade die europäischen Hersteller aber massiv umsteuern. Weil die Abgasgrenzwerte und deren Kontrolle anspruchsvoller werden, sind die Tests mit den in Europa bis jetzt sehr beliebten Dieselantrieben auf legalem Weg nur noch schwer zu schaffen. Die Konzerne müssen also viel Geld in die Motorenentwicklung investieren. Vor allem der Weg in die Elektromobilität will finanziert sein.

VW hatte zuletzt das durchaus machbare Ziel ausgegeben, im Jahr 2025 jährlich eine Million Elektroautos und Plug-In-Hybride zu verkaufen. Weitere Eckpunkte der Strategie 2025 von Konzernchef Matthias Müller werden bis zur Sommerpause erwartet.

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