Beyond Meat, beyond boom?

Nach Ablauf der Haltefrist trennen sich viele die Anleger von dem Aktien des Fleischersatzherstellers Beyond Meat. Die Papiere gaben gut 16 Prozent nach.

Sieht aus wie Fleisch, richt wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch, ist aber 100 % vegan: Der Beyond Meat Burger

Sieht aus wie Fleisch, richt wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch, ist aber 100 % vegan: Der Beyond Meat Burger

Der Fleischersatzhersteller Beyond Meat sorgte in den letzten Monaten immer wieder für Schlagzeilen positiver Natur und dazu passte eine nahezu makellose Börsenstory. Die Story bekommt jetzt aber einen Dämpfer. Die Haltefrist für einen Großteil die Papiere ist ausgelaufen, und viele Anleger haben das offenbar genutzt, um sich von den Papieren zu trennen.

Die Beyond Meat Aktien (US08862E1091) gaben am Dienstag im vorbörslichen Handel um gut 16 Prozent nach und waren damit der größte Verlierer. Sie dürften damit auf dem niedrigsten Stand seit fünf Monaten in den Handel gehen.

Nach dem Goldrausch

"Etwa drei Viertel der Beyond-Meat-Aktien fallen aus der Haltefrist", sagte JPMorgan-Analyst Ken Goldman. Die Aktien waren im Mai für 46 Dollar (41,5 Euro) auf den Markt gebracht waren. Bis Juli hat sich der Kurs verfünffacht, seither aber wieder deutlich nachgegeben.

Für zusätzliche Ernüchterung sorgte die Ankündigung des Unternehmens, angesichts der zunehmenden Konkurrenz auf dem Markt für vegetarische Burger mehr in Werbung zu investieren und Rabattaktionen zu starten.

Nur ein Luftschloss?

Mehrere Brokerhäuser kappten ihre Preisziele für das Unternehmen, das im abgelaufenen Quartal erstmals einen Gewinn erwirtschaftet hat. Die starken Ergebnisse seien aber wohl nicht gut genug, wenn man sich die "luftigen Erwartungen" ansehe, sagte Jefferies-Analyst Kevin Grundy.

Credit Suisse erklärte, das Wachstum werde zudem davon gebremst, dass der Lebensmittelkonzern Nestle auch in den Markt für Pflanzen-Fleisch einsteige. Auch Kellogg hatte im September angekündigt, seine Fleischersatzmarke Incogmeato auf den Markt zu bringen und folgte damit Rivalen wie Conagra Brands, Tyson Foods und Hormel Foods.

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