Baumarktkette Hornbach verordnet sich Sparkurs

Die Baumarkt-Kette Hornbach hadert mit hohen Kosten. Vorstandschef Albrecht Hornbach setzt den Sparstift an. Es soll aber zu keinen Kündigungen oder Schließungen von Filialen kommen.

Nach einem durchwachsenen Jahr setzt die Baumarktkette Hornbach den Sparstift an.

Nach einem durchwachsenen Jahr setzt die Baumarktkette Hornbach den Sparstift an.

Der Baumarkt-Konzern Hornbach hat unter anderem wegen höherer Sachkosten und Umbauten über seine Verhältnisse gelebt "Das hat zu Übertreibungen geführt", sagt Vorstandschef Albrecht Hornbach, der nun zu einem konsequenten Sparkurs ansetzt, um die Baumarkt-Gruppe wieder auf einen gesunden Gewinn-Kurs zu bringen - auch im Sinn der Aktionäre.

"Wir nehmen eine solche Kostenentwicklung nicht als dauerhaft hin und fordern Kostendisziplin ein", sagte Albrecht Hornbach bei der Bilanzpräsentation des Unternehmens. Die Schließung von Märkten oder Kündigungen seien aber nicht geplant.

Die von Hornbach vorgelegte Bilanz für das Geschäftsjahr 2018/19 (bis Februar 2019) wich nur wenig von den bereits Ende März vorgelegten Zahlen ab. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag demnach bei rund 135 Millionen Euro. Das war nach 166 Millionen Euro im Jahr davor ein Minus von fast 19 Prozent. Beim Umsatz stand 2018/19 ein Plus von 5,3 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro.

Schlechtes Jahr für Aktionäre

Die Aktie der Hornbach Baumarkt AG notiert unter der WKN 608440 bzw. der ISIN DE0006084403 an der Stuttgarter Börse. Das vergangene Geschäftsjahr war auch für die Aktionäre eines zum Abhaken. Das Papier verlor 34 Pozent an Wert und fiel von 69,70 Euro auf aktuell 45,40 Euro mit einem 52-Wochen-Tief im Dezember bei 40,40 Euro.

Die Analysten von Warburg Research und Equinet geben eine Kaufempfehlung für die Aktie ab. Warburg Research sieht das Kursziel bei 71 Euro, Equinet sogar bei 89 Euro. Vorsichtiger und zurückhaltender sind die Analysen von Oddo BHF und der Commerzbank. Oddo BHF sieht das Kursziel lediglich bei 46 Euro, die Commerzbank bei 50 Euro. Beide setzen die Hornbach-Aktie auf "Hold"


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