Banken-Revolution: Die Milliarden-Männer von N26 [Podcast]

Valentin Stalf (li) und Maximilian Tayenthal, Gründer von N26

Valentin Stalf (li) und Maximilian Tayenthal, Gründer von N26

Die Wiener Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal revolutionieren mit ihrem kostenlosen Smartphone-Konto die Bankenbranche. Ihr Start-up Namens N26 wurde nun mit 2,3 Milliarden Euro bewertet. Im trend. Podcast sprechen die beiden Gründer über ihr Ziel einer globalen Bank.


trend Podcast: Die Milliarden-Männer von N26

Maximilian Tayenthal (li) und Valentin Stalf, Gründer von N26

N26 Gründer Tayenthal und Stalf: "Mit den Milliarden im Rücken können wir jetzt noch schneller und aggressiver wachsen."

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Innovativ und gratis

Das Angebot von N26 im Überblick

N26 wirbt mit dem kostenlosen Konto - "einfach, transparent und frei von versteckten Gebühren". Tatsächlich kostet ein N26-Konto in der Basisversion keinen Cent. Die Anmeldung erfolgt in Österreich über das von der Finanzmarktaufsicht zugelassene sogenannte Videoidentverfahren. Dazu muss der neue Kunde nach der Bekanntgabe seiner Daten lediglich einen Lichtbildausweis (Pass oder Personalausweis) bereithalten und diesen im Rahmen eines Videochats in die Webcam halten und dabei so bewegen, dass einige der Sicherheitsmerkmale zu erkennen sind.

Acht Minuten soll der gesamte Anmeldevorgang dauern. Maximal zehn Tage danach erhält man eine Mastercard, die quasi als Prepaid-Card funktioniert. Das heißt, um sie zu verwenden, muss man zunächst sein Konto entsprechend bedecken. Wer möchte, dem wird zudem binnen zwei Minuten ein Überziehungsrahmen von bis zu 1.000 Euro bei Neukunden und 10.000 Euro bei bestehenden Kunden gewährt. Überweisungen zwischen N26-Konten erfolgen unmittelbar, zu anderen Konten binnen eines Tages (SEPA-Überweisung). Über Kooperationen mit Partnern werden auch Festgeld-Sparprodukte und Verbraucherkredite angeboten.

Wer viel unterwegs ist, kann die Premiumversion namens "N26 Black" mit schwarzer Mastercard um 9,90 Euro pro Monat wählen. Damit sind die Abhebungen weltweit kostenlos (in der Basisversion nur innerhalb Österreichs); zusätzlich ist ein Versicherungspaket der Allianz Versicherung inkludiert. Wer es noch exklusiver liebt, kann zu "N26 Metal" um 16,90 Euro pro Monat greifen und erhält dafür eine Karte aus Metall samt weltweiter Reiseversicherung, bevorzugtem Kundenservice und exklusiven Partnerangeboten.

Für Freiberufler und Selbstständige gibt es darüber hinaus "N26 Business Black"(9,90 Euro pro Monat), das speziell auf Sicherheit und Komfort während Geschäftsreisen ausgelegt ist, inklusive Handydiebstahlversicherung, Bargeldschutz, Wareneinkaufsversicherung und Erstattung der Mietwagen-Selbstbeteiligung.

Das Smartphone als Bankfiliale

Die Abwicklung von Bankgeschäften erfolgt bei allen Produkten über eine Smartphone-App. Die Bedienoberfläche inklusive Statistiken zum eigenen Verhalten und selbst zu setzender Limits ist besonders intuitiv gestaltet. Das Sperren und Entsperren der Karte erfolgt kostenlos via App. Mit der Funktion "Spaces" ist es möglich, (in der Basisversion bis zu zwei, sonst bis zu zehn) Unterkonten zu konfigurieren und Geldbeträge auf diese "Spaces" zu transferieren und bei Bedarf auch wieder auf das Hauptkonto zurückzubuchen. Damit sollen die Kunden einen besseren Überblick über ihre Ausgaben bekommen oder die Möglichkeit haben, Gelder für bestimmte Anlässe anzusparen. Noch für heuer ist geplant, Gemeinschaftskonten für mehrere Nutzer anzubieten, um zum Beispiel die Haushaltsausgaben gemeinsam mit dem Partner verwalten zu können. Sogar eigene Karten sollen für diese Konten ausgegeben werden.

Zusätzlich wird eine Version für Webbrowser angeboten. Der sogenannte "Discreet Mode" ermöglicht dabei die Nutzung in Umgebungen mit wenig Privatsphäre; dabei werden Kontostand und Kontoaktivität ausgeblendet. Auch der "Dark Mode" konzentriert sich aufs Wesentliche und schont bei Dunkelheit die Augen.

N26 verfügt über keinerlei Bankfilialen. Dafür bietet das Service "Cash26" allen österreichischen Kunden die Möglichkeit, in einer von 400 Filialen der Drogeriemarktkette dm Geld abzuheben (bis zu 900 Euro innerhalb von 24 Stunden und bis zu 300 Euro pro Transaktion) oder einzuzahlen (bis zu 100 Euro gratis, danach 1,5 Prozent Gebühr, in Summe bis zu 999 Euro pro 24 Stunden). Weitere Filialen anderer Ketten sollen folgen.


Mehr über N26 lesen Sie in der Coverstory "Banken-Revolution: Die Milliarden-Männer" des trend.PREMIUM Nr. 5-6/2019 vom 1. Februar 2019

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