ATX: Trübe Aussichten für den Rest des Jahres

ATX: Trübe Aussichten für den Rest des Jahres

Im Bankbarometer von emotion banking wird das Top-Management österreichischer Banken zu den Trends und Entwicklungen der österreichischen Wirtschaft und Bankenlandschaft befragt - im Speziellen auch zur Entwicklung des ATX. Fazit: Die Banker trauen dem dem heimischen Leitindex in den folgenden sieben Monaten wenig zu.

Keine großen Hoffnungen für die weitere Entwicklung des ATX haben Österreichs Banker. Zumindest für die verbleibende Jahreshälfte gehen die von emotion banking befragten Finanzexperten von einer Stagnation aus. Aktuell notiert der ATX (ISIN AT0000999982) bei 2.258 Punkten. Per Jahresultimo erwarten sie im Mittel einen Indexstand von 2.239 Punkten. Im Median liegt die Erwartung bei 2.300. Unter den über 100 befragten Bankern lag der erwartete - oder wohl besser erhoffte - Maximalwert bei 2.650, der befürchtete Minimalwert dagegen bei 1.250 Punkten.

Das ATX-Schwergewicht OMV (ISIN AT0000743059) steht angesichts Entwicklung des Ölpreises (--> aktueller Preis Brent Oil) erstmals auf der Liste der Verkaufsempfehlungen, ebenso wie Erste Group (ISIN AT0000652011) und weitere Versicherungen. Erstmals wurde eine Kaufempfehlung für die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4) ausgesporochen.

„Die Ergebnisse unserer Befragung sind schon sehr überraschend“, kommentiert Christian Rauscher, Geschäftsführer von emotion banking, „in Zeiten, wo auf dem Sparbuch nichts zu holen ist und Mario Draghi Europa mit Geldern flutet, aktuell ja sogar durch den direkten Ankauf von Unternehmensanleihen, würde man sich erwarten, dass Banker für die Entwicklung der Börse Wien positiv gestimmt sind."

Den Bankern fehlt aber offensichtlich die Story. Rauscher: "Der Abgang der Vorstände, polemische Politiker, stotternde Inlandsdynamik und lediglich moderates CEE Wachstum belasten den Finanzplatz.. Vielleicht zeigt sich hier aber auch eine gewisse Resignation. Denn die positiven Erwartungen der Banker in den vergangenen 3 Jahren sind jeweils an schwacher Performance zerbrochen.“ Anders ausgedrückt, die Banker wurden für ihren Optimismus nicht belohnt. Nun scheint die Luft raus.

Kauf- und Verkaufsempfehlungen der Vorstände

Für heuer empfehlen die Bankvorstände insbesondere Aktien der Voestalpine (ISIN AT0000937503), Andritz (ISIN AT0000730007), Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306) und der Österreichischen Post (ISIN AT0000APOST4) zum Kauf. Die stärkste Verkaufsempfehlung gibt es 2016 für die OMV (ISIN AT0000743059), danach folgen mit deutlichem Abstand Erste Group (ISIN AT0000652011), die UNIQA Versicherung (ISIN AT0000821103) und die Vienna Insurance Group (AT0000908504).

Die Top-Kaufempfehlung kommt für die voestalpine. Auch Andritz (ISIN AT0000730007) konnte im Empfehlungskonsens zulegen. Auch die Aktie des Flughafen Wien (ISIN AT0000911805) wird zum Kauf empfohlen.

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