Zins- und Währungsprognose: Ökonomen sehen steigende Zinsen

Zins- und Währungsprognose: Ökonomen sehen steigende Zinsen

Die Alpbacher Zins- und Währungsprognose sieht die Entwicklung für die 3-Monats-Zinsen im Euroraum dennoch negativ. Der Euro sollte zum US-Dollar leicht zulegen. Der Ölpreis sollte sich kaum bewegen. Bis Mitte 2019 wird ein Zinsanstieg prognostiziert.

Alpbach/Wien. Zins- und Währungsexperten österreichischer Großbanken erwarten bis zur Jahresmitte 2019 anziehende Zinsen sowohl im Euro- als auch US-Dollarraum. Die kurzfristigen Zinsen in der Eurozone sollten aber noch negativ bleiben. Der Euro sollte gegenüber dem US-Dollar an Wert gewinnen, der Ölpreis wird kaum verändert erwartet.

Die 3-Monats-Zinsen werden den Prognosen der Bankökonomen zufolge im Euroraum im Durchschnitt von aktuell minus 0,32 Prozent auf minus 0,10 Prozent steigen. Im zehnjährigen Laufzeitenbereich wird ein Zinsanstieg von derzeit 1,07 Prozent auf 1,31 Prozent prognostiziert.

Auch für den Dollarraum rechnen die Experten sowohl bei den kurz- als auch langfristigen Zinsen mit einem Anstieg. Die 3-Monats-Zinsen sollten von aktuell 2,43 auf 3,13 Prozent deutlich und die 10-Jahres-Zinsen von aktuell 3,21 auf 3,31 Prozent nur mehr marginal anziehen.

Der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar sollte bis 30. Juni 2019 von aktuell 1,16 auf über 1,21 US-Dollar steigen. Zum japanischen Yen sollte der Euro mit 130,00 relativ stabil bleiben und zum Schweizer Franken von aktuell 1,15 auf 1,17 leicht steigen.

Der Preis für Rohöl sollte sich bis zur Jahresmitte 2019 nur marginal verringern. Die Ökonomen rechnen im Schnitt mit einem Rückgang des Preises für ein Barrel der Sorte Brent von derzeit 81,27 auf 79,33 US-Dollar.

Die Zins- und Währungsprognose wurde heute, Freitag, anlässlich des 32. Alpbacher Finanzsymposiums im Tiroler Bergdorf unter der Leitung von Christian Helmenstein (Industriellenvereinigung) präsentiert. In die Prognosewerte flossen die Schätzungen von Peter Brezinschek (Raiffeisen Bank), Gerhard Massenbauer (Censeo Consulting GmbH), Antje Praefcke (Commerzbank AG) und Michael Rottmann (UniCredit Group) ein.

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