Aktive Trader im außergewöhnlichen Marktumfeld #IC19

Aktive Trader im außergewöhnlichen Marktumfeld #IC19

Die führenden Trader der trend INVESTORS CHALLENGE versuchen, von der Thomas-Cook-Pleite und vom steigenden Goldpreis zu profitieren. Die kommenden Wochen werden für alle Anleger spannend.

Trader "Goldiver durch die Krise" hat eine klare Strategie. Der Führende in der niedrigsten Risikostufe versucht, außergewöhnliche Marktsituationen auszunutzen. War es zu Beginn der trend Investors Challenge der Anstieg des Goldpreises, der ihn zu einem Investment in Goldminenaktien veranlasste, ist es jetzt die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook.

Nachdem er sämtliche Goldminenaktien verkauft hat, setzt er jetzt mit fast der Hälfte seines Kapitals auf den Reiseveranstalter TUI. Die Strategie dahinter: Wenn ein großer Player mit zehn Prozent Marktanteil im deutschsprachigen wegfällt, schnappt sich die Nummer eins, eben TUI, den Kuchen. Auch Trader "Challenge_Flo", zweiter in der mittleren Risikogruppe, setzt auf einen Anstieg der TUI-Aktie.

Der bislang am zweiten Platz rangierende Trader "We Invest" ist mit einem leichten Rückstand auf den Zweitplatzierten auf Rang drei zurückgefallen. Mit seinem breiten, hauptsächlich aus amerikanischen Tech-Werten bestehenden Portfolio hat er bis jetzt ein Plus von 19,1 Prozent erzielt. Die neue Nummer zwei, "Day-Trader", hält aktuell mit der Siemens AG nur eine Aktie in seinem Depot. Mit 99 Prozent ist er in Cash und ruht sich wohl nur kurz auf seinem Zuwachs von 19,8 Prozent aus.

Trader "Eselstreckdich", der Führende in der mittleren Risikogruppe, versucht, mit einem Ankauf von Barrick Gold noch weiter am Boom der Goldminenaktien zu verdienen. Auch "Jinvest", mit einem Plus von 24,2 Prozent die aktuelle Nummer drei in der höchsten Risikostufe, setzt mit Barrick Gold als einziger Aktie im Depot noch voll auf den großen Goldrausch.

Der größter Coup von "Eselstreckdich" ist aber eindeutig der Titel Hapag-Lloyd. Mit der Aktie der Hamburger Schiffsreederei hat er bislang ein stolzes Plus von rund 15 Prozent erzielt. Auch "SSteiner", Führender in der dritten Risikogruppe, setzt auf das aktuelle Marktgeschehen. Er hat Varta in sein Depot aufgenommen.

Der zum Industrieportfolio des österreichischen Investors Michael Tojner gehörende deutsche Batteriehersteller baut seine Produktionskapazität derzeit stark aus, um von der boomenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien noch mehr profitieren zu können. Den größten Erfolg hat der Trader bis jetzt aber mit Infineon Technology, dem deutschen Halbleiterhersteller, erzielt. Die Aktie brachte in seinem Depot ein Plus von über 15 Prozent.

Raue Märkte

In den kommenden Wochen werden es die Trader der trend Investors Challenge nicht leicht haben. Der Handelskonflikt, ein mögliches Impeachmentverfahren gegen den US-Präsidenten, geopolitische Risiken, die zunehmende Wahrscheinlichkeit eines "No Deal"- Brexits fordern weiterhin ihren Tribut. Der Welthandel ging im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2018 um 0,9 Prozent zurück. Und die globale Industrieproduktion wird im September voraussichtlich das erste Mal seit 2009 schrumpfen.

Hedgefonds-Manager Jim Rogers ist jedenfalls skeptisch. Er meinte kürzlich in einem Interview auf CNN: "Der nächste Bärenmarkt wird schlimm. Ich habe mich mit Put-Optionen bereits dagegen abgesichert." Eine Absicherung mittels Optionen oder Futures gegen fallende Preise (siehe rechts) ist aber für Trader der Investors Challenge nicht möglich.

Sie müssen versuchen, die besten Aktien zu finden, die auch in turbulenten Zeiten Gewinne bringen können. Die Analysten von Morgan Stanley geben leise Hoffnung. Sie sind der Meinung, dass ein merklicher Wirtschaftsabschwung nicht zwangsläufig auch einen Kursrutsch am Aktienmarkt zur Folge haben müsse.

Lediglich bei Wachstumswerten sei Vorsicht geboten, da hier eine Rezession noch nicht eingepreist sei. Verbraucherwerte würden bereits jetzt den Markt outperformen und sollten dies wahrscheinlich auch weiterhin tun. Zwar würde ein Wirtschaftsabschwung auch diese Branchen treffen, jedoch seien im Vergleich zu Wachstumsaktien hier auch in rauen Zeiten noch kleine positive Kursentwicklungen möglich. Seinen Kunden empfiehlt das Investmenthaus jedenfalls die Aktien von Walt Disney, Coca-Cola, Nextra Energy oder Procter & Gamble.


Mit Optionen und Futures handeln


Wie man sich gegen Preisschwankungen absichern und dabei mit geringem Einsatz hohe Gewinne erzielen kann.

OPTIONSHANDEL. Der weltgrößte Marktplatz für den Handel mit Optionen und Futures ist die Eurex (European Exchange). Der Zugang zur Eurex ist auch Kleinanlegern möglich. Man braucht dafür jedoch ein Konto bei einem eigens dazu zugelassenen Onlinebroker (beispielsweise Plus 500, finanzen. net, degiro, xtb, comdirekt oder etoro).

Nach Eröffnung eines Kontos und Überweisung eines Betrags zum Handel mit Optionen oder Futures erhält man entsprechende Trading-Programme zur Verfügung gestellt. Der Handel ist aber hoch riskant: Untersuchungen haben gezeigt, dass zwischen 60 und 70 Prozent aller Kleinanleger, die selbst über Onlinebroker mit Optionen und Futures an der Eurex handeln, Verluste machen.

Ein Beispiel: Ein Händler möchte eine bestimmte Menge von Barrel Öl kaufen. Zahlbar ist die Lieferung bei Ankunft der Ladung im Hafen von Rotterdam. Der Händler befürchtet aber, dass der Ölpreis aufgrund der angespannten Situation im Iran und dem Anschlag auf die Raffinerien in Saudi Arabien bis zum Eintreffen der Tanker steigen könnte und sich seine Lieferung dadurch massiv verteuern würde. Zur Absicherung schließt er einen Futures-Kontrakt ab.

Das ist ein Termingeschäft, bei dem sich ein Verkäufer vertraglich dazu verpflichtet, eine Ware oder einen Vermögenswert zu einem vorab vereinbarten Termin und Preis an den Käufer zu liefern. Der Käufer verpflichtet sich im Gegenzug dazu, dem Verkäufer die vereinbarte Ware abzunehmen.

Bei Optionen gibt es keine Verpflichtung zur Abnahme. Bei Futures müssen vorab keine Gebühren bezahlt werden, es ist jedoch eine Sicherheitsleistung (Initial Margin) zwingend erforderlich. Diese Einschusszahlung beträgt nur einen Bruchteil des Vertragswerts. Damit kann sich der Käufer zu geringen Kosten gegen Preissteigerung absichern. Eben derartige Kontrakte, denen auch andere Rohstoffe oder Aktien zugrunde liegen können, werden an der Eurex gehandelt. Erfahrene Trader können dabei mit geringem Einsatz hohe Gewinne erzielen.


Die Investors Challenge 2019

Wer bei der trend Investors Challenge bis Ende November die beste Performance bei niedrigem Risiko erzielt, wird Gewinner eines Mercedes CLS 450 Coupé im Wert von im Wert über 120.000 Euro. Steigen Sie jetzt noch ein, um einen der zahlreichen Preise zu gewinnen! Detaillierte Infos unter: trend.at/investorschallenge


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