Airbnb gibt Börsendebüt noch im Dezember

Die Gesellschafter der US-Wohnungsvermittler Airbnb wollen erstmals Kasse machen: Mit dem Börsendebüt soll der günstige Moment für für Tech-Werte an der Börse genutzt werden Angestrebt ist eine Top-Bewertung. Der erste Milliardeneinnahme ist bereits fixiert, nachdem heuer die Investoren bereits Milliarden nachschießen mussten.

Airbnb gibt Börsendebüt noch im Dezember

San Francisco. Die Wohnungsvermittlungsplattform Airbnb strebt bei ihrem Börsengang eine Bewertung von bis zu 35 Mrd. Dollar (29,22 Mrd. Euro) an. Ziel sei es, bis zu 2,85 Mrd. Dollar bei der Neuemission einzunehmen, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervor. Airbnb plant, rund 51,9 Mio. Aktien zwischen 44 und 50 Dollar je Papier zu verkaufen.

Der US-Konzern will mit seinem für 10. Dezember geplanten Aktienmarktdebüt davon profitieren, dass vor allem Technologiefirmen in der Coronakrise an der Börse sehr gefragt sind. Viele Anleger hoffen, durch Investments in solche Unternehmen am beschleunigten Trend zur Digitalisierung teilzuhaben. Auch der Essenslieferdienst DoorDash strebt an die Wall Street.

Die Plattform hat den Tourismus in aller Welt umgekrempelt und viele Städte und Regionen zu einschränkenden Regelungen veranlasst. Zwar leidet auch Airbnb unter den Reisebeschränkungen in der Coronakrise, kommt aber trotzdem deutlich besser weg als beispielsweise die Hotelbranche. Als Vermittlungsmarktplatz betreibt das Unternehmen mit Sitz in San Francisco keine eigenen Hotels und wenn Menschen derzeit reisen, nutzen sie gern Privatunterkünfte.

Die Milliardenspritzen

Im dritten Quartal erzielte Airbnb einen Gewinn von 219 Mio. Dollar, warnte aber davor, sich wohl im Gesamtjahr nicht in den schwarzen Zahlen halten zu können. Denn in den . In den neun Monaten bis Ende September häufte Airbnb allerdings insgesamt Verluste von knapp 697 Mio. Dollar an.

Im Frühjahr drosselte Airbnb das Marketing und entließ rund ein Viertel der Beschäftigten von zuvor etwa 7.500 Beschäftigten. Um durch die Krise zu kommen, bekam das Unternehmen im April eine zwei Milliarden Dollar schwere Kapitalspritze von Investoren wie Silver Lake und Sixth Street Partners. Dabei wurde Airbnb mit 18 Mrd. Dollar bewertet - vor dem Ausbruch der Pandemie in Amerika hatte die Bewertung mit 26 Mrd. noch deutlich darüber gelegen.

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