Zu hohe Gebühren: MasterCard soll Schadenersatz zahlen

Zu hohe Gebühren: MasterCard soll Schadenersatz zahlen

Mehrere Großkonzerne haben den US-Kreditkartenanbieter Mastercard auf Schadenersatz verklagt. Dabei gehe es um Regressforderungen in "mittlerer bis dreistelliger Millionenhöhe", berichtete das "manager magazin" am Donnerstag vorab. Zu den Klägern gehörten auch der Handelsriese Metro und die Deutsche Bahn, hieß es weiter.

Ein Sprecher des Düsseldorfer Konzerns sagte, dass "gemeinsam mit einer Reihe weiterer Konzerne Ende 2012 in London eine Klage gegen MasterCard eingereicht wurde". Auch ein Bahn-Sprecher bestätigte die Existenz der Klage.

Hintergrund der Klage ist eine Entscheidung der EU-Kommission aus dem Jahr 2007. Die Brüsseler Behörde hatte damals MasterCard verboten, hohe Gebühren für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU zu verlangen, weil diese nicht mit EU-Recht in Einklang stünden.

Mit der Klage würden Schadenersatzansprüche geltend gemacht, die auf dem Beschluss der EU-Kommission beruhten, sagte der Metro-Sprecher weiter. Denn die der EU-Kommission zufolge rechtswidrig festgesetzten Interbankenentgelte seien letztlich auf die Händler abgewälzt worden. Gegen die Entscheidung der EU-Kommission hatte Mastercard geklagt. Sollte sich die EU-Kommission aber rechtlich durchsetzen, gehe Metro davon aus, "dass erlittene Schäden durch MasterCard ausgeglichen werden".

Finanzen

Schon 75 Millionen Kunden: Netflix revolutioniert das Fernsehen

Börse

US-Konzerne: Quartalsgewinne brechen ein - Droht Rezession?

Finanzen

Zalando steigert Umsatz um ein Drittel - Gewinn ist aber noch unklar