Top Ten: No-Go-Liste für ESG-konforme Geldanlage

Geld anlegen mit sozialer Verantwortung wird für Kunden immer wichtiger. ESG ist das Schlagwort für Anleger, die mit reinem Gewissen ihr Geld anlegen wollen. Und dafür gibt es Kriterien.

Top Ten: No-Go-Liste für ESG-konforme Geldanlage

Quer durch ziemlich alle Branchen hinweg signalisieren Unternehmen mit dem ESG-Kürzel, dass sie nachhaltig und verantwortungsvoll Geschäfte machen. Das Label Environmental Social Governance soll aber nicht nur eine schlichte Visitenkarte sein. Vielmehr gewinnt es auch für Anleger eine wachsende Bedeutung.

Wer Geld anlegt, will wissen, wo und in welche Werte, Sektoren, Branchen und Unternehmen sein Kapital veranlagt wird. Dementsprechend haben sich auch Finanzinstitute darauf eingestellt, um den Veranlagungen bestimmte Kriterien zugrunde zu legen. Soll heißen: Geldanlagen in bestimmte Branchen sind dadurch tabu, also nicht ESG-konform.

Und das zahlt sich auch für die Finanzinstitute aus. Denn die Nachfrage für ESG-konformen Geldanlagen steigt in Österreich sukzessive an. Nach Angaben des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) beläuft sich per 31. Dezember 2020 das Volumen Nachhaltiger Geldanlagen auf 38,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Vorjahreswachstum von 29 Prozent.

Und ein Ende des Wachstums von ESG-konformen Anlagen scheint nicht in Sicht. Selbst die Corona-Krise konnte den ESG-Boom nicht bremsen: Der Markt für nachhaltige Fonds und Mandate ist auch während der Pandemie somit rund 8-mal so stark gewachsen wie der Gesamtfondsmarkt.

Die gängigsten Anlageziele für Nachhaltigkeitsfonds sind Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen. Sie dominieren in der Asset-Allokation mit 97 Prozent.

Aber was sind nun ESG-konforme Kapitalanlagen? Um Investoren und Anlegern einen Überblick zu verschaffen, hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) eine Rangliste erstellt, in der zehn Branchen bzw. Geschäftsfelder aufgelistet sind, die nicht als ESG-konform gelten.

Die Finanzinstitute orientieren sich bei ihren ESG-konformen Anlagestrategien unter anderem an der No-Go-Liste. Für Österreich hat das FNG auch berechnet, wie viel Kapital nicht mehr in NoGo-Bereichen investiert wurden.

Die Grafik zeigt somit auf, welche zehn Ausschlusskriterien im Jahr 2020 in Österreich besonders häufig in Bezug auf Unternehmen angewandt wurden.

Bei rund 98 Prozent der Gesamtvolumen aller nachhaltigen Fonds und Mandate werden Ausschlussstrategien angewendet. Dabei wurden Milliardeninvestments in die tabuisierten Branchen vermieden und dafür in andere, ESG-konforme Assets investiert.


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