Tipps vom Sparmeister Niki Lauda

Tipps vom Sparmeister Niki Lauda

Formel-1-Weltmeister, Airline-Besitzer und nun Buchautor: Niki Lauda.

Ein Einblick in Niki Laudas neues Buch über den weltmeisterlichen Umgang mit Geld.

Format: Sie sind in Wahrheit ein vermögender Mann. Stört es Sie nicht, dass Sie für einen Geizhals gehalten werden?

Niki Lauda: Dass mich die ganze Welt für einen Sparmeister hält, stört mich null. Die Medien lieben mein Geizhals-Image, sie hegen und pflegen es. Ich erkläre mir das so: Prominente, die das Geld zum Fenster hinausschmeißen und irgendwann pleitegehen, gibt es genug. Aber einer, der sein Geld zusammenhält, das ist die viel bessere Geschichte.

Format: Sie werben für eine Bank, die hohe Zinsen zahlt. Haben Sie Ihr Vermögen auch dort veranlagt?

Lauda: Mein Geld ist bei zwei verschiedenen Banken angelegt, die jeweils unterschiedliche Vorgaben haben. Einerseits bei der traditionellen LGT Bank, andererseits bei der Erste Bank. Das ist jene Bank, die mir 1971 den Kredit über 2,5 Millionen Schilling verweigerte, mit dem ich mich bei der Formel 1 in ein March-Cockpit einkaufen wollte, weil mein Großvater dort im Aufsichtsrat saß. Nach fünfzig Jahren soll man nicht mehr nachtragend sein. War ja mein Großvater schuld, nicht die Bank. Und wahrscheinlich bin ich erst durch diese Aktion zu dem Kämpfer geworden, der ich heute bin. Unterm Strich kommt bei dieser Streuung nicht viel raus, ich zähle eher zu den konservativen Anlegern. Dafür erlebe ich auch keine bösen Überraschungen.

Format: Warum haben Sie sich auch an der Immobiliengesellschaft Signa von René Benko beteiligt?

Lauda: Vor Kurzem bin ich zu einem Prozent in die Signa Prime Selection AG und zu zehn Prozent in die Signa Retail des Investors René Benko eingestiegen, den ich bisher nur flüchtig kannte. Er sprach mich an, ob mich das interessieren würde. Meine Berater haben das genau überprüft und für gut befunden. Weil ich gerne weiß, was in den Geschäften passiert, in die ich investiere, werde ich dort auch eine aktive Rolle im Beirat übernehmen.

Reden wir über Geld. Das neue Buch von Niki Lauda und Conny Bischofberger, edition-e, 21,90 Euro

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