Strategisch investieren: Gute Rendite mit Dividenden

Dividenden sind Gewinnausschüttungen, die Unternehmen an Aktionäre leisten. Investoren, die in dividendenstarke Titel investieren, können eine solide zusätzliche Rendite erwarten.

Strategisch investieren: Gute Rendite mit Dividenden

Einmal jährlich können sich Aktionäre der Österreichischen Post (AT0000APOST4) über einen kleinen Bonus freuen. Rund 70 Prozent ihres Gewinns - im Coroanjahr 2020 blieben unter dem Strich 115 Millionen Euro über - werden dann als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Am vorerst letzten Zahltag Ende April 2021 entfiel dabei auf jede Aktie ein Anteil von 1,60 Euro. Das erscheint zwar im ersten Moment kaum der Rede wert, summiert sich jedoch mit der Menge der Aktien, die man besitzt. Mit 100 Post-Aktien (Aktueller Wert: je 38,90 Euro) hat man bei der Ausschüttung immerhin schon 160 Euro erhalten.
Der größte Aktionär der Post ist übrigens mit einem Anteil von 52,8 Prozent die staatliche Beteiligung AG ÖBAG – und die ist auch der Grund, weshalb die Post Jahr für Jahr zuverlässig ihre Gewinnanteile ausschüttet, garantiert sie doch somit dem Finanzminister die im Bundeshaushalt fix eingeplanten Budgetanteile.

Die große Gewinn-Umverteilung

Doch nicht nur Unternehmen, die teilweise in staatlichem Besitz sind, sondern auch Industriegrößen wie der deutsche Siemens-Konzern (DE0007236101) oder der High-Tech-Gigant Apple (US0378331005) schütten regelmäßig Dividenden aus und verschaffen so den Anlegern und Investoren immer wieder einen netten Zusatzverdienst. In den USA werden die Gewinnanteile üblicherweise sogar im Quartalsrhythmus, also viermal jährlich ausgeschüttet. In Großbritannien ist eine halbjährliche Ausschüttung üblich und in Deutschland wie in Österreich eine jährliche.

Die Höhe der Dividende schlägt der Vorstand der Aktiengesellschaft vor der jährlichen Hauptversammlung vor. Die Ausschüttung wird anschließend auf der Hauptversammlung durch eine einfache Mehrheit abgesegnet und beschlossen.

Grundsätzlich ist die Gewinnausschüttung im Aktienrecht festgehalten, dennoch zahlen nicht alle Unternehmen eine Dividenden. Wachstumsstarke Technologie- oder Biotech-Unternehmen investieren den Gewinn stattdessen häufig in Forschung und Entwicklung. Oder es wird nur ein kleiner „pro forma“ Anteil des Jahresgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet und die einbehaltenen Gewinnen in die Produktentwicklung gesteckt.

Die Dividendenstrategie

Bei der Dividendenstrategie setzen Investoren nun auf Aktien mit vergleichsweise hohen Dividenden. Die Höhe der Dividende ist dabei das entscheidende Kriterium für ein Investment.

Das hat zumindest für Anleger oft positive Nebeneffekte. Einerseits verliert dabei die mitunter volatile Kursentwicklung an den Börsen etwas an Gewicht – was die Nerven der Aktionäre schont und andererseits sind Unternehmen mit stabilen, hohen Gewinnausschüttungen oft auch Großkonzerne, die wirtschaftlich gut positioniert sind.

Die Grundidee stammt vom legendären US-Investor Benjamin Graham, der in Buch „The Intelligent Investor “ empfahl, die zehn Dow-Jones-Werte mit der höchsten Dividendenrendite zu kaufen und diese Aktien nach einem Jahr eventuell auszutauschen, falls sich etwas geändert haben sollte. Langfristig lässt sich mit Grahams Dividendenstrategie eine deutliche Outperformance über den Dow Jones Index erzielen. Populär wurde die Anlagestrategie unter dem Namen „Dogs of the Dow“ -Strategie.

Der Amerikaner Michael O’Higgins verfeinerte Grahams Strategie Anfang der 1990er Jahre, indem er aus den zehn Aktien noch fünf mit den niedrigsten Aktienkursen herausfilterte. In seinem Buch „Beating the Dow“ empfiehlt er, in die fünf nominell günstigsten Werte, die „Low-5“ zu investieren. Die Anleger sollen ein Jahr lang in diesen Aktien investiert bleiben und dann nach dem Prinzip wieder umschichten. Der Hintergedanke ist, dass Aktien mit nominell niedrigen Börsenkursen höhere Kursschwankungen aufweisen und bei einer hohen Dividendenrendite oft früher oder später wieder höhere Kurslevels erreichen.


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