Weitere Entspannung an der Franken-Front

Die Fremdwährungsreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Jänner den zweiten Monat in Folge gefallen. Der Aufwärtsdruck auf den Franken hat nachgelassen.

Weitere Entspannung an der Franken-Front

Die Bestände sanken auf 427 Mrd. Franken (347 Mrd. Euro), nach 427,2 Mrd. Franken im Dezember, teilte die SNB in Zürich am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Die Bestände werden nach den Standards des Internationalen Währungsfonds zu Beginn eines jeden Monats berechnet. Ökonomen hatten einer Bloomberg-Umfrage zufolge mit Reserven von 428,3 Mrd. Franken gerechnet.

Die SNB hat zugesichert, den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro “weiterhin mit aller Konsequenz durchzusetzen”. Bei ihren Bemühungen, eine Aufwertung der Landeswährung zu verhindern, hat sie Devisenreserven angesammelt. Zwar sei die Ausweitung der SNB-Bilanz Grund zur Besorgnis, aber die Notenbank erfülle ihr Mandat mit der Beibehaltung der Franken- Deckelung, sagte Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg am Dienstag.

Die eidgenössische Währung hatte vor Einführung des Mindestkurses fast die Parität zum Euro erreicht. Seit dem 2. August, als die Europäische Zentralbank Bondkäufe von Ländern, die staatliche Hilfen beantragen, in Aussicht stellte, ist die Schweizer Währung um 2,4 Prozent gefallen. Der Franken notierte am Donnerstag gegenüber dem Euro bei 1,2313 Franken kaum verändert zum Vortagesschluss. Seit Einführung der Deckelung hat sich die Devise in einer Spanne von 1,20 bis 1,25 bewegt und diese nur einmal durchbrochen. Gegenüber dem Dollar wurde der Franken zuletzt bei 90,74 Rappen 0,3 Prozent höher gehandelt.