SNB: Keine Franken-Intervention seit über einem Jahr

SNB: Keine Franken-Intervention seit über einem Jahr

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat nach Aussage ihres Präsidenten Thomas Jordan seit mehr als einem Jahr nicht mehr am Devisenmarkt eingreifen müssen, um die Franken-Deckelung zu verteidigen. Das Instrument sei wegen des unsicheren globalen Wirtschaftsausblicks jedoch notwendig.

“Trotz der jüngsten Turbulenzen an den Devisenmärkten der Schwellenländer hat sich der Schweizer Franken seit September 2012 gegenüber dem Euro etwas oberhalb des Mindestkurses von 1,20 je Euro festgesetzt”, sagte Jordan am Dienstag laut Redetext bei einer Veranstaltung in Washington. “Dementsprechend musste die SNB den Mindestkurs seit nun über einem Jahr nicht mehr durchsetzen.”

Die SNB hat den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro im September 2011 eingeführt und zur Begründung auf Deflations- und Rezessionsrisiken verwiesen. Angesichts der Schuldenkrise im benachbarten Euroraum hatte sich der Franken, der als sicherer Hafen gilt, der Parität zum Euro angenähert. Im vergangenen Jahr musste die SNB 188 Mrd. Franken (153 Mrd. Euro) zur Verteidigung des Mindestkurses aufwenden.

“Im gegenwärtigen Umfeld und mit Zinsen bei nahe null bleibt der Mindestkurs notwendig”, betonte Jordan. Die “Abwärtsrisiken in der Weltwirtschaft sind nach wie vor beträchtlich und der Franken ist noch immer hoch bewertet.” Damit wiederholte der SNB-Präsident ähnliche Äußerungen vom 19. September, als die SNB ihr Leitzinsband zwischen null und 0,25 Prozent belassen und den Euro-Mindestkurs bestätigt hatte.

“Falls sich daher der Aufwertungsdruck auf den Franken erneut erhöhen sollte, kann der Mindestkurs eine unerwünschte Verschärfung der monetären Bedingungen verhindern”, sagte Jordan weiter. Die SNB steht seinen Worten zufolge jederzeit bereit, um die Franken-Deckelung zu verteidigen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen.

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