SNB: "Der Euro ist Hauptanlagewährung"

SNB: "Der Euro ist Hauptanlagewährung"

“Die SNB achtet darauf, dass ihre Investments die Märkte nicht stören”, so Zurbrügg. “Wir sind uns bewusst, dass die riesigen Mengen, die wir verwalten, die Markpreise deutlich beeinflussen könnten.”

Die SNB unter Führung von Präsident Thomas Jordan musste in beispiellosem Umfang Devisenreserven anhäufen, um die Deckelung der Schweizer Währung bei 1,20 Franken je Euro zu verteidigen, die im September 2011 eingeführt worden war. Im Oktober sind die Reserven zurückgegangen, aber immer noch betragen sie fast 70 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsprodukts.

Zurbrügg sagte, die politisch Verantwortlichen seien von der Wirksamkeit der Frankenpolitik überzeugt, “und wir werden sie mit äußerster Entschlossenheit fortsetzen”. Das nächste Mal wird die SNB am 13. Dezember eine monetäre Bewertung durchführen.

Am 31. Oktober hatte die Schweizer Zentralbank mitgeteilt, dass der Anteil der Euro-Bestände Ende des dritten Quartals bei 48 Prozent der Gesamtreserven lag, nach 60 Prozent Ende Juni. Der Anteil von US-Dollar, Pfund, Kanadischem Dollar und Yen ist in dieser Zeit gestiegen.

83 Prozent der Assets waren zum Ende des dritten Quartals Staatsanleihen in eigener Währung, Aktien machten zwölf Prozent aus. Festverzinsliche Anlagen mit AAA-Rating hatten einen Anteil von 86 Prozent.

"Diversifizierung verbessern"

Das Asset Management der Zentralbank beruhe auf “Sicherheit der Investments und deren Liquidität”, so Zurbrügg. Es achte auch darauf, dass Volumina, die am Markt platziert werden, “keine wahrnehmbaren” Auswirkungen haben und wähle “größere internationale Währungen mit einem liquiden Markt”.

“Die SNB prüft ständig Wege, die Diversifizierung ihrer Investments zu verbessern”, sagte Zurbrügg. “Wir analysieren und beobachten neue Assetklassen und verschiedene Währungen sowohl in entwickelten als auch in Schwellenmärkten, um unsere Risikokonzentration nach und nach zu verringern.”

Der Euro sei “Hauptanlagewährung” der SNB, so Zurbrügg. Rund zwölf Prozent der Anlagen seien Aktien, der höchste Stand seit 2004. Die Zentralbank kaufe keine Aktien Schweizer Unternehmen.

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