Schweizer Notenbank: Franken-Deckelung hat oberste Priorität

Schweizer Notenbank: Franken-Deckelung hat oberste Priorität

Die Obergrenze für die heimische Währung im Verhältnis zum Euro habe derzeit oberste Priorität, sagte der Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre Danthine, der heimischen Sonntagszeitung "Le Matin Dimanche".

Die SNB hatte im September 2011 im Kampf gegen die Aufwertung der heimischen Währung ein Mindestniveau des Euro zum Franken von 1,20 Franken festgelegt und verteidigt diese Schwelle bislang mit Erfolg - teils mit massiven Interventionen am Devisenmarkt.

Danthine machte deutlich, dass sich dies ändern werde, sobald die Schweizer Notenbank den bei Null liegenden Leitzins wieder anheben werde. Dann könne es eine solche Wechselkursmarke nicht mehr geben. Danthine warnte die Banken davor, sich zu sehr auf den niedrigen Zinsen auszuruhen. Eine Erhöhung werde "signifikant negative Auswirkungen" auf die Geldhäuser haben. Viele von diesen unterschätzten die damit verbundenen Risiken.

Fest im Auge hat die SNB auch den boomenden Schweizer Immobilienmarkt. Die bislang getroffenen Maßnahmen, die eine Überhitzung verhindern sollen, zeigten womöglich bereits eine gewisse Wirkung, sagte Danthine. Es sei aber noch nicht auszumachen, ob es zu der gewünschten maßvollen Abkühlung kommen werde.

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