Schweizer Kauflaune steigt trotz starkem Schweizer Franken

Schweizer Kauflaune steigt trotz starkem Schweizer Franken

Trotz des starken Schweizer Frankens und des florierenden Einkaufstourismus verbessert sich die Kauflaune der Schweizer wieder. Schwachstellen gibt es hingegen im Tourismus, weil weniger ausländische Gäste kommen.

Die Konsumlaune der Schweizer ist im März erneut leicht gestiegen. Der UBS-Konsumindikator, der sich aus sechs Indizes zusammensetzt, legte von revidierten 1,45 auf 1,51 Punkte zu. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Monate fort. Das deutet laut UBS auf eine weiterhin solide Entwicklung des Schweizer Privatkonsums hin. Der Anstieg des Konsumindikators im März wurde durch eine bessere Stimmung unter den Einzelhändlern gestützt. Damit ist der Indikator seit September ständig gestiegen, wie UBS-Ökonom Alessandro Bee auf Anfrage sagte.

Trotz des starken Schweizer Frankens, des florierenden Einkaufstourismus und der verhaltenen Konsumentenstimmung verbesserte sich der Umfragewert der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich auf -7 Indexpunkte. Im Vormonat war der Umfragewert noch bei -10 Indexpunkten gelegen. Demgegenüber erhielten die Käufe von neuen Autos im März einen leichten Dämpfer, was einen stärkeren Anstieg des Konsumindikators verhinderte.

Tourismus: Weniger Ausländer in der Schweiz

Auch vom Tourismus kamen zuletzt wieder positivere Signale für den Konsumindikator. Nach dem schwachen Beginn der Wintersaison gab es im Februar 1,6 Millionen Übernachtungen von Inländern in Schweizer Hotelbetten. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Allerdings berücksichtigt der UBS-Konsumindikator nur die Hotelübernachtungen von Inländern. Denn insgesamt sank die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels im Februar um 1,3 Prozent auf 3,1 Millionen, weil weniger ausländische Gäste kamen.

Die Hotellerie hoffe nun auf den Sommer, schreibt UBS. Da der außergewöhnlich schöne Sommer des vergangenen Jahres wohl vielen Schweizer Gästen Ferien im eigenen Land schmackhaft gemacht habe, erwarte die KOF in diesem Jahr rund 2,6 Prozent mehr Übernachtungen in- und ausländischer Gäste in Schweizer Hotels.


Über den UBS-Konsumindikator

Der UBS-Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP).

Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Größen: Anmeldungen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Einzelhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über die UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

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