Schweizer Franken: Analysten erwarten wenig Bewegung

Schweizer Franken: Analysten erwarten wenig Bewegung

Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Credit Suisse ZEW Indikator erwarten Analysten für die kommenden Monate wenig Veränderung im Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken. Im ersten Halbjahr waren Österreichs Haushalte noch mit 22,79 Milliarden Euro in Fremdwährungskrediten verschuldet.

Nach turbulenten Zeiten scheint nun Ruhe um den Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken einzukehren: Laut dem Credit Suisse ZEW Indikator, der die Erwartungen von Finanzanalysten an die Schweizer Konjunktur, Inflation, Zinsen und Wechselkurs misst, rechnet die Mehrheit der Analysten nun mit einem konstanten EUR/CHF-Kurs. "Auch halten sich die Einschätzungen für eine Frankenaufwertung zum Euro die Waage mit jenen für eine Frankenabwertung", heißt es im Finanzmarktreport Schweiz, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Das wahrscheinlichste Szenario ist derzeit den Analysten zufolge, dass sich der Wechselkurs in den kommenden Monaten zwischen Parität und 1,10 bewegt, im ersten Halbjahr wurde die größte Wahrscheinlichkeit noch der Spanne zwischen 1,10 und 1,20 zugeordnet.

Zum Dollar dürfte sich der Franken nach Ansicht der Analysten abschwächen: Bei einem Saldo von –26.5 Punkten (+19.2 Punkte) rechnen die Analysten mit einer Erstarkung des USD zum CHF – wenn auch etwas weniger deutlich als noch im Vormonat.

Noch 22,8 Milliarden Euro Schulden

Österreichs Haushalte waren laut Angaben der Finanzmarktaufsicht (FMA) im ersten Quartal 2016 noch mit 22,79 Milliarden Euro in fremden Währungen verschuldet. Der Großteil dieser Schulden fällt mit 96,4 Prozent auf den Schweizer Franken (CHF), der Rest fällt beinahe zur Gänze auf japanische Yen. Ihren "Frankenschock" erlebten viele Kreditnehmer mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 am 15. Jänner 2015 durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) - die Kredite österreichischer Häuslbauer hatten sich an diesem Tag schlagartig verteuert.

Banken traten in den vergangenen Monaten verstärkt an die Kreditnehmer heran und führten mit ihnen Gespräche, in denen eine mögliche Umkonvertierung der Frankenkredite in Euro diskutiert wurde. Eine Alternative dazu ist eine teilweise vorzeitige Tilgung der Schuldlast, um so das Fremdwährungsrisiko zu minimieren.

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