OECD ermahnt Schweiz wegen Immoblase

OECD ermahnt Schweiz wegen Immoblase

Das Hypothekenwachstum müsse in der Schweiz begrenzt werden, um “Ungleichgewichten” entgegen zu wirken, hieß es in einer Mitteilung der Organisation, die am Dienstag in Paris vorgelegt wurde.

Immobilienkredite und Hauspreise steigen weiterhin stark an und damit entsteht die Gefahr von Ungleichgewichten”, hieß es in dem Bericht. Gezielte makroprudenzielle Maßnahmen zur Begrenzung des Kreditwachstums sollten insbesondere bei den Kantonalbanken ins Auge gefasst werden. Diese Institute seien besonders stark am Schweizer Immobilienmarkt ausgerichtet. Die OECD empfahl in ihrer Einschätzung keine spezifischen Maßnahmen.

Risikozone erreicht

Der von der Großbank UBS berechnete Swiss Real Estate Bubble Index hatte im dritten Quartal erstmals seit 1991 die so genannte “Risikozone” erreicht, was insbesondere auf die niedrigen Hypothekenzinsen zurückgeführt wurde. Zentralbankpräsident Thomas Jordan von der SNB hatte laut der Tageszeitung “Tages-Anzeiger” im November von einer weiterhin starken Dynamik des Immobilienmarkts gesprochen.

Bereits im Juli hatte die Schweiz Maßnahmen zur Senkung des Risikos bei Immobilienkrediten eingeführt. Darunter wurde der Regierung das Recht zur Erhöhung der Kapitalanforderungen bei sämtlichen Banken auf bis zu 2,5 Prozent der risikogewichteten Inlandsanlagen eingeräumt.

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