Kredite in Schweizer Franken: Der aktuelle Schuldenstand

Kredite in Schweizer Franken: Der aktuelle Schuldenstand

Mit knapp 22,8 Milliarden Euro sind Österreichs Haushalte noch immer in Fremdwährungen verschuldet, der Großteil davon fällt auf den Schweizer Franken. Allerdings schreitet der Abbau dieser Schulden zügig voran, heißt es von der Finanzmarktaufsicht.

Österreichs Haushalte waren laut aktuellen Angaben der Finanzmarktaufsicht (FMA) im ersten Quartal 2016 noch mit 22,79 Milliarden Euro in fremden Währungen verschuldet. Der Großteil dieser Schulden fällt mit 96,4 Prozent auf den Schweizer Franken (CHF), der Rest fällt beinahe zur Gänze auf japanische Yen. Insgesamt, so die FMA in einer Aussendung, zeigen die vielfältigen Initiativen zur Begrenzung des Risikos bei Frenwährungskrediten aber "nachhaltig Wirkung".

Denn wechselkursbereinigt ist das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten (FX-Kreditvolumen) an private Haushalte seit der Verhängung des Neuvergabe-Stopps im Herbst 2008 bis 31. März 2016 um 25,4 Milliarden Euro (56 Prozent) zurückgegangen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 sank damit das aushaftende Volumen wechselkursbereinigt um 2,88 Milliarden Euro (11 Prozent). Somit ist auch der Anteil von Fremdwährungen an allen aushaftenden Krediten an privaten Haushalten auf 16,1 Prozent gesunken - um 3,2 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Am Höhepunkt des FX-Kreditbooms lag dieser Anteil bei 31,8 Prozent.

Seit Anfang 2008 hat der Schweizer Franken bis 31. März 2016 um 51,4 Prozent aufgewertet, ihren "Frankenschock" erlebten viele Kreditnehmer mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 am 15. Jänner 2015 durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) - die Kredite österreichischer Häuslbauer hatten sich an diesem Tag schlagartig verteuert. Im ersten Quartal des Jahres 2016 schwankte der Kurs nach Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 zwischen 1,0840 und 1,1169. Gefragt war der als "Sicherer Hafen" geltende Schweizer Franken vor allem nach dem Brexit -Votum - die SNB setzte hier Gegenmaßnahmen, um eine zu starke Aufwertung des Franken zu vermeiden.

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