Kapitalflucht Richtung Schweiz bremst sich etwas ein

Kapitalflucht Richtung Schweiz bremst sich etwas ein

In der Woche nach der Wahl in Griechenland sind die Konten der Schweizer Banken bei der Notenbank nicht mehr ganz so schnell angewachsen wie in der Woche davor.

Die Giroguthaben stiegen nach Angaben der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Montag in der Woche zum 22. Juni um rund 15,5 Mrd. Franken (12,9 Mrd. Euro) auf durchschnittlich knapp 228 Mrd. Franken nach einem Zuwachs von noch rund 18 Mrd. Franken in der Woche davor. Die SNB erläutert die Faktoren nicht, auf die die Veränderungen der Guthaben zurückzuführen ist.

Analysten gilt die Entwicklung der Guthaben als Indikation dafür, wie stark die SNB am Devisenmarkt zur Verteidigung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken interveniert. Grundsätzlich kann die SNB neben Devisen-Swaps auch Repo-Transaktionen einsetzen, um die Giroguthaben zu senken oder zu erhöhen. Daneben sind die unverzinsten Giroguthaben davon abhängig, wie stark die Banken die Mittel für ihre Geschäftszwecke einsetzen oder als Sicherheitsrücklage halten.

Im Durchschnitt der vier Wochen zum 18. Juni beliefen sich die Giroguthaben auf 233,7 Mrd. Franken, nach knapp 192 Mrd. Franken im Durchschnitt der drei Wochen zum selben Datum. Neben den wöchentlichen Zahlen weist die SNB jeden Montag in ihren geldpolitischen Daten einen Durchschnittswerte für eine Periode aus, die jeweils am 20. eines Monats beginnt und am 19. des Folgemonats endet.

Im Mai hatte die SNB Devisen im Gegenwert von rund 60 Mrd. Franken gekauft, um eine Franken-Aufwertung zu verhindern, wie von der SNB veröffentlichten Daten für eine Statistik des Internationalen Währungsfonds zu entnehmen war.

Seit sie den Euro-Mindestkurs zum Franken eingeführt hat, versichert die Notenbank, sie werde diesen mit allem Mittel im Markt durchsetzen.

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