Kampf dem starken Franken: SNB verzichtet wohl auf Negativzins

Kampf dem starken Franken: SNB verzichtet wohl auf Negativzins

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird wohl keine zusätzlichen Schritte unternehmen müssen, um den Mindestkurs des Franken zum Euro zu verteidigen – auch wenn die EZB die Leitzinsen gesenkt hat.

Wie die EZB am Donnerstag mitteilte, wurden die Leitzinsen auf das Rekordtief von 0,5 Prozent reduziert - um die Wirtschaft der Region anzukurbeln. Dadurch sinkt die Zins-Differenz mit der SNB, deren Ziel für den Dreimonats-Franken-Libor bei null liegt.

Zwar erhöht sich durch eine geringere Differenz gewöhnlich der Druck auf den Franken, am Donnerstag fiel die eidgenössische Währung nach der EZB-Zinsentscheidung jedoch deutlich zurück und verlor bis zu 0,3 Prozent auf 1,2259 Franken je Euro.

“Ich würde nicht sagen, es wird dadurch wahrscheinlicher, dass die SNB etwas ausprobiert”, sagt Volkswirt Maxime Botteron von der Credit Suisse Group. “Es hängt wirklich vom Wechselkurs ab und nicht von der Zinsdifferenz.”

Die nächste geldpolitische Sitzung der SNB steht am 20. Juni an.

SNB-Chef Thomas Jordan

Schweizer Franken

Schweizer Notenbankchef - Franken bleibt hoch bewertet

Schweizer Franken: Langsam gewinnt der Euro wieder an Gewicht.

Schweizer Franken

Schweizer Franken: Der Schock ist beinahe überwunden

Schweizer Franken

Schadenersatz für Schweizer Franken Kreditnehmer