Hebt die SNB den Euro/Franken-Mindestkurs an?

Hebt die SNB den Euro/Franken-Mindestkurs an?

Diese Einschätzung verlautbart due US-Bank Citigroup. Die wichtigsten Wettbewerber der im Devisenhandel – Deutsche Bank, Barclays und UBS – vertreten übereinstimmend die Auffassung, dass der Franken auch ohne solche Zentralbankmaßnahmen abwerten wird.

“Wir erwarten weitere Maßnahmen der SNB zur Verbilligung des Franken, wenn nicht in dieser Woche, dann bis September”, sagte Valentin Marinov, Währungsstratege bei der Citigroup in London, in einem Telefoninterview mit Bloomberg News. “Die einzige Maßnahme, die der Schweiz dabei helfen könnte, die Deflation erfolgreich zu bekämpfen, ist eine nachhaltige Verbilligung des Schweizer Franken.”
Citigroup ist nach der Deutschen Bank der weltweit zweitgrößte Devisenhändler, ergab eine Umfrage von Euromoney Institutional Investor.

Der Franken hat innerhalb des vergangenen Monats um 3,8 Prozent aufgewertet, und damit nach dem japanischen Yen die stärkste Entwicklung unter den zehn Industrieländerwährungen aufzuweisen, die in den Bloomberg Correlation-Weighted Indexes erfasst werden. Gegenüber dem Jahrestief vom Januar hat der Franken den Indizes zufolge rund fünf Prozent zugelegt.

“Es gibt keinen Grund, weshalb sie irgendetwas unternehmen oder in Betracht ziehen sollten”, sagte Beat Siegenthaler, Währungsstratege bei der UBS in Zürich, am Dienstag in einem Telefoninterview. Die UBS erwartet, dass der Franken sich innerhalb von drei Monaten auf 1,27 Franken je Euro abschwächen wird, sagte Siegenthaler.

Die meisten Strategen senken ihre Prognosen für den Franken. Für das Jahresende rechnen sie im Median mit einem Wechselkurs von 1,26 Franken zum Euro, hat Bloomberg aus den vorliegenden Prognosen ermittelt. Im Jänner lautete die Median- Prognose auf 1,23 Franken je Euro.

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