Die große Franken-Falle

Die große Franken-Falle

Die Euro-Abwertung stürzt Schuldner ärger in Not als gedacht. Banken müssen Sammelklagen fürchten.

Die schmerzhaften Fakten seien weitgehend bekannt: Bevor die Schweizerische Nationalbank am 15. Jänner völlig überraschend die Bindung des Franken an den Euro beim Kurs von 1,20 aufhob und ein Euro seither ungefähr nur noch einen Franken wert ist, waren in Österreich insgesamt 35,6 Milliarden Euro an Franken-Fremdwährungkrediten ausständig, die sich über Nacht um rund 20 Prozent verteuert haben. Damit ist Österreich im EU-Vergleich absolute Spitze.

Von dieser Summe entfielen rund 24,9 Milliarden an private Haushalte. Etwa 4,6 Milliarden waren Unternehmen in Franken verschuldet. Die restlichen sechs Milliarden teilen sich auf Länder und Gemeinden auf. Für Wien haben sich die Frankenschulden durch die Aufwertung der Schweizer Währung auf rund 600 Millionen Euro fast verdoppelt. Niederösterreich hatte rund 900 Millionen Euro Frankenkredite und versucht derzeit verzweifelt, ihre Fälligkeiten durch Ausweitungen der Laufzeit in weite Ferne zu verschieben

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