Danke, Draghi: Schweizer Franken auf neuem Monatstief

Danke, Draghi: Schweizer Franken auf neuem Monatstief

Die aktuelle Politik von EZB und SNB wirkt sich für Österreichs Frankenkredit-Opfer positiv auf den Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken aus. Und auch die Schweizer Wirtschaft soll davon profitieren.

In ihrem Kampf gegen eine Aufwertung des Franken hat die Schweizer Notenbank SNB Rückendeckung durch EZB-Chef Mario Draghi bekommen. Die EZB beließ ihren Leitzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und gab Spekulationen auf weitere Zinssenkungen keine neue Nahrung. Die Gemeinschaftswährung legte daraufhin auf bis zu 1,10 Franken zu - der höchste Stand seit mehr als einem Monat. Den Schweizer Währungshütern spielt das in die Hände, denn sie sind an einem möglichst schwachen Schweizer Franken interessiert, um die exportorientierte Wirtschaft zu stützen.

Bereits am Mittwoch hatte sich der Schweizer Franken deutlich abgeschwächt - was die Experten der Valiant-Bank auch auf gezielte Interventionen der SNB im Vorfeld der EZB-Ratssitzung zurückführten. "Ohne fundamentalen Grund ist der Franken stark unter Druck geraten, wobei Art und Weise dieser Bewegung klar auf Interventionen der SNB hindeuteten", erklärten sie. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe vermutlich einmal mehr präventiv den Franken geschwächt. Sie wollte sich dazu nicht äußern.

(zum aktuellen Wechselkurs EUR/CHF)

Die Entwicklung des Euro/Franken-Wechselkurses über die letzten zehn Jahre.

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