Devisenreserven der SNB steigen trotz Krisen-Entspannung

Die nach den Standards des Internationalen Währungsfonds (IWF) berechneten Reserven stiegen nach SNB-Angaben vom Freitag um rund neun Milliarden auf 429,30 Milliarden Franken.

Devisenreserven der SNB steigen trotz Krisen-Entspannung

Der Anstieg ist nach Ansicht des UBS-Ökonomen Reto Hünerwadel auf eine Kombination aus Devisenkäufen der SNB und Markteffekten zurückzuführen. Seit gut einem Jahr verhindert die SNB durch Devisenkäufe, dass der Euro unter die Marke von 1,20 Franken absackt und die Schweizer Währung sich entsprechend aufwertet. Zuletzt ließ der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken jedoch etwas nach. Der Euro notierte am Freitag bei 1,2115 Franken.

Die SNB hält ihre Reserven überwiegend in Euro, Dollar, Yen und Pfund Sterling. Wenn sich diese Währungen zum Franken aufwerten, steigt der Frankenwert der Devisenreserven der Schweiz auch wenn die SNB nicht oder nur wenig am Devisenmarkt interveniert.

Als Indikator für die Devisenmarkt-Interventionen der SNB gelten die Giroguthaben der Banken bei der Nationalbank. Die stiegen im September um weniger als die Währungsreserven zunahmen.