Banken ziehen Franken-Einlagen aus der Schweiz ab – Franken-Schwäche kündigt sich an

Banken ziehen Franken-Einlagen aus der Schweiz ab – Franken-Schwäche kündigt sich an

Wie aus dem monatlichen Bericht der SNB zur Bankenstatistik hervorgeht, sanken die Einlagen von 126,7 Mrd. Franken im März auf 109,3 Mrd. Franken im April.

Der Schweizer Franken gilt in Zeiten von erhöhtem weltweitem Stress als sicherer Hafen, wie aus einer Studie der SNB vom April hervorgeht. Das ließ den Franken 2011 bis nahe an die Parität zum Euro steigen und veranlasste die SNB im September des Jahres, einen Mindestkurs für den Euro bei 1,20 Franken je Euro einzuführen, um eine Rezession in der Schweiz zu verhindern.

“Seit die SNB die Franken-Deckelung eingeführt hat, haben sich die Franken-Einlagen ausländischer Banken in der Schweiz fast verdoppelt, was das große Interesse an einem sicheren Hafen wiederspiegelt”, sagte Maxime Botteron, Volkswirt bei der Credit Suisse in Zürich. “Der Rückgang bei den Einlagen im April weist auf eine Normalisierung der Kapitalflüsse hin, wenn auch nur graduell. Es ist zu erwarten, dass dieser Trend der Abflüsse anhält, was den Franken schwächen sollte.”

Die Schweizer Währung hat dieses Jahr 1,6 Prozent gegenüber dem Euro verloren. Der Franken notierte Freitagmittag zum Euro bei 1,2262 Franken kaum verändert. Gegenüber dem Dollar war der Franken 0,1 Prozent schwächer bei 92,84 Rappen.

Schweizer Franken

Schweizer Franken: Wieder Turbulenzen für Kreditnehmer

Schweizer Franken

Schweizer Franken: Notenbank SNB bleibt bei Negativzinsen

SNB-Präsident Thomas Jordan

Schweizer Franken

Schweizer Notenbankchef: "Viel zu früh für Zinserhöhung"