Ausländische Banken ziehen Franken-Einlagen aus der Schweiz ab

Ausländische Banken ziehen Franken-Einlagen aus der Schweiz ab

Das zeigen Daten, die die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Mittwoch veröffentlicht hat. Die Einlagen sind den vierten Monat zurückgegangen und fielen auf 99,8 Mrd. Franken (81,1 Mrd. Euro), verglichen mit 103,1 Mrd. Franken im Mai, schrieb die SNB in ihrem Statistischen Monatsheft für August 2013.

Investoren neigen dazu, in Zeiten hoher Risikoaversion den Schweizer Franken zu kaufen. Ihre Besorgnis bezüglich der Euroraum-Schuldenkrise hatte zu einer so starken Nachfrage geführt, dass die Schweizer Devise im August 2011 fast die Parität zum Euro erreichte. Die SNB führte daraufhin im September 2011 einen Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro ein und verwies in dem Zusammenhang auf die Deflations- und Rezessionsrisiken in Folge einer überbewerteten Schweizer Währung.

Ein Nachlassen der Euroraum-Schuldenkrise hat zu einer geringeren Nachfrage nach als sicherer Hafen geltenden Vermögenswerten geführt, so dass die eidgenössische Devise gegenüber dem Euro seit Jahresbeginn 2 Prozent an Wert verloren hat.

Die Euroraum-Wirtschaft ist im vergangenen Quartal erstmals seit 2011 wieder gewachsen, was die längste Rezession in der Geschichte der Währungsunion beendete. Zwar haben sich die Aussichten verbessert, aber die Rezession hat der Region eine Jugendarbeitslosenquote von 24 Prozent eingebracht und Teile Südeuropas stecken weiterhin in einer Flaute.

SNB-Präsident Thomas Jordan hat betont, dass die Deckelung beibehalten werde, auch wenn die Schuldenkrise weniger akut sei.

Geld

Starker Schweizer Franken: SNB greift wieder ein

Franken-Kurs: EZB-Zinssenkung bringt Schweiz in Zugzwang

Geld

Franken-Kurs: EZB-Zinssenkung bringt Schweiz in Zugzwang

Geld

Fremdwährungskredite im ersten Quartal weiter reduziert

Schweizer Franken

Schweizer Franken: Wieder Turbulenzen für Kreditnehmer