Schoellerbank: Der Erhalt des Vermögens ist oberstes Gebot

Schoellerbank: Der Erhalt des Vermögens ist oberstes Gebot

Franz Witt-Döring, Schoellerbank: "Es gibt derzeit mehr Bären als Bullen. Als antizyklische Investoren bekräftigt uns das, Aktien überzugewichten."

Die Schoellerbank trägt einen traditionsreiche Namen und war seit jeher auf das Verwalten großer Vermögen spezialisiert. Nach wechselhafter Geschichte gehört sie seit dem Jahr 2000 zur heutigen Bank Austria.

In der Gruppe ist sie heute weiterhin auf die Verwaltung großer Beträge fokussiert. Ab 400.000 Euro werden Fondslösungen angeboten. Ab einem Betrag von 500.000 Euro kommen auch Einzeltitel zum Einsatz. Angesichts der schwierigen Lage auf den Kapitalmärkten versucht die Schoellerbank, ihre Kunden auf eine sehr risikobewusste Veranlagungsstrategie zu fokussieren. Aufgrund der Anhebung der Kapitalertragsteuer ab 2016 kommen zunehmend fondsgebundene Lebensversicherungen, bei denen nur vier Prozent Versicherungssteuer anfallen, zum Einsatz.

Anlagestrategie

Franz Witt-Döring, Vorstandssprecher der Schoellerbank: "Die Notenbanken scheinen derzeit die Märkte zu bestimmen, vor allem der FED schreibt man derzeit eine solche Vorreiterrolle zu. Mittlerweile wird offensichtlich, dass sich die Zinsen in den USA eher bei kurzen Laufzeiten erhöhen werden, wohingegen wir in Europa mit einer Bewegung bei langen Laufzeiten rechnen. Im Sommer hat sich gezeigt, dass Renditeanteile von niedrigem Niveau schnell schmerzhaft werden können. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen haben innerhalb von zwei Monaten über sieben Prozent verloren. Unsere vorsichtige Laufzeitenpositionierung hat sich unter diesem Aspekt sehr bezahlt gemacht.

Performance und Spesen

  • Einstiegsschwelle 400.000 Euro
  • Ø verw. Vermögen k. A.
  • Rendite 500.000 Euro 4,61 %p. a.
  • Gebühren 1 %
  • Rendite 3.000.000 Euro 5,20 % p. a.
  • Gebühren 0,6 %

Angesichts der allgemeinen Unsicherheiten (geringes Wachstum, Sorgen um China und andere Schwellenländer, Syrienkrise, Griechenland etc.) sind auch die Inflationserwartungen nach einer kurzen Erholung wieder extrem niedrig. Wir nutzen dieses billige Niveau und halten gleich viele inflationsgeschützte Anleihen wie konventionelle Anleihen. Auch ein aktives Fremdwährungsmanagement halten wir in einem Umfeld eines schwachen Euros für unumgänglich. Nach der Korrektur im August und der ersten Erholung sind die Bewertungen vieler Unternehmen wieder deutlich billiger und damit interessant geworden. Es gibt derzeit mehr Bären als Bullen. Als antizyklische Investoren bekräftigt uns diese Stimmungslage, die Aktienquote weiter auf 'übergewichtet' zu belassen. Einen Schwerpunkt setzen wir angesichts der günstigen Bewertungen in Asien, aus den USA haben wird uns hingegen aufgrund der teuren Preise ein Stück weit zurückgezogen."

Asset Allocation: Hier steht Sicherheit im Vordergrund. Die Aktienquote beträgt nur 23 Prozent. Auch inflationsgeschützte Anleihen sind stark vertreten.

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