Yuan im Blickpunkt: Gründe für die plötzliche Aufwertung

Yuan im Blickpunkt: Gründe für die plötzliche Aufwertung

Fast könnte man meinen, China würde auch währungspolitisch zur Großmacht werden. Denn seit Wochen steigt der Kurs des Yuan. Erst am Montag schraubte die Zentralbank des Landes - die People's Bank of China (PBOC) - zum siebten Mal in diesem Monat den Yuan-Mittelkurs nach oben - auf ein bisher nicht erreichtes Niveau. Ein Dollar fiel entsprechend auf 6,1252 Yuan.

Im Devisenhandel darf der von den Banken gestellte Kurs aber nur maximal ein Prozent dieses Niveaus über- oder unterschreiten. Denn anders als Dollar, Euro oder Yen ist der Yuan nicht frei handelbar. Und genau darum drehen sich nun die Spekulationen der Händler in Shanghai. Ändert die PBOC ihre Währungspolitik? Oder steckt nur politisches Kalkül hinter der Kursentwicklung?

Für letzteres spricht laut Börsianern die Reisepolitik von Chinas neuem starken Mann. Denn Präsident Xi Jinping wird vom 7. bis 8. Juni von US-Präsident Barack Obama im kalifornischen Rancho Mirage erwartet. Chinas Außenministerium spricht vom Beginn einer "neuen historischen Periode". Denn gerade in den USA wird China regelmäßig vorgeworfen, sich im Welthandel durch den künstlich niedrig gehaltenen Yuan-Kurs Vorteile zu verschaffen. Mit dem Rekordlauf wolle die Regierung in Peking diesen Kritikern etwas Wind aus den Segeln nehmen, vermuten einige Analysten.

Importe sind zu teuer

Doch könnte die Yuan-Aufwertung laut Händlern auch mit einem Umdenken in der chinesischen Führung zu tun haben. Denn der billige Yuan, der den Export anschiebt, hat seine Schattenseiten. So sind die Preise für Importe hoch - vor allem für die von China so heiß begehrten Rohstoffe. Dies heizt die Inflation an und senkt damit den Spielraum der Notenbank, über die Zinspolitik der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft einen ungestörten Aufschwung zu sichern. Und der ist zuletzt etwas ins Stocken geraten.

In Shanghai mehren sich daher die Stimmen derer, die hinter der Yuan-Aufwertung einen Politik-Wechsel sehen. "Ich würde nicht von einer neuen Runde von Aufwertungen sprechen, sondern lieber der Vorbereitung für ein flexibleres Wechselkursregime", fasst es ein Händler einer großen chinesischen Bank zusammen.

Andere stimmen ihm zu. Schließlich steht im Oktober wieder der Volkskongress von Chinas KP auf dem Terminkalender. Die neue Führung könnte diesen gut als Plattform für ihre Reformen in der Währungs- und Wirtschaftspolitik nutzen. So wird unter anderem über eine Ausweitung der Handelsspanne spekuliert. Doch auch eine Lockerung des Kapitalverkehrs mit dem Ausland wird in Shanghai für möglich gehalten.

Zhang Zhiwei, China-Analyst bei der japanischen Investmentbank Nomura in Hongkong, macht kaum echten Widerstand gegen eine Aufwertung des Yuan aus. "Es gibt nicht viele Interessengruppen, die gegen eine Währungsreform sind. Es ist mehr eine Frage des richtigen Zeitpunktes", führt er aus. Doch einige Händler bleiben skeptisch. Sollte der Kapitalfluss überhandnehmen, könnte die Zentralbank auch wieder eine rasche Abwertung zulassen, warnen sie.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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