Xstrata-Übernahme: Glencore bessert nach

Xstrata-Übernahme: Glencore bessert nach

Weltgrößter Rohstoffkonzern will Bergbauriesen Xstrata unbedingt übernehmen.

Der weltgrößte Rohstoffkonzern Glencore hat das Angebot für die Übernahme des Bergbauriesen Xstrata nachgebessert. Glencore bietet den Xstrata-Aktionären nun 3,05 eigene Aktien je Anteilsschein, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Das bisherige Angebot hatte auf 2,8 Glencore-Aktien gelautet. Es war von den Xstrata-Hauptaktionären, den Staatsfonds von Katar und Norwegen, als zu wenig abgelehnt worden.

Glencore besitzt bereits 34 Prozent von Xstrata und hatte im Februar eine Offerte zur Übernahme der restlichen Anteile an dem Rohstoffproduzenten mit Sitz im schweizerischen Zug vorgelegt, bei der die Bezahlung ausschließlich in Aktien von Glencore erfolgen soll. Aus dem Zusammenschluss würde der viertgrößte Rohstoffkonzern der Welt hervorgehen.

Die Opposition gegen den Übernahmeplan verschärfte sich in der vergangenen Woche. Die Qatar Holding hält 12 Prozent an Xstrata und bestätigte, sie werde gegen den derzeitigen Plan stimmen. Nachdem am letzten Wochenende vor der Abstimmung keine Gespräche stattgefunden haben, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass die Transaktion platzt. Die derzeitige Konstruktion der Transaktion sieht vor, dass bereits 16,48 Prozent der Xstrata- Aktionäre die Übernahme blockieren können. Zudem darf Glencore seine Stimmrechte von 33,65 Prozent nicht ausüben.

Die Gegner der Transaktion kommen inzwischen auf rund 15 Prozent der Xstrata-Aktionäre, nachdem laut der Zeitung “Financial Times” auch der norwegische Staatsfonds zusammen mit Katar die Transaktion blockieren will. Der norwegische Staatsfonds hält drei Prozent an Xstrata.

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