Wirtschaftsflaute trifft Arcelor und Vale mit voller Härte

Wirtschaftsflaute trifft Arcelor und Vale mit voller Härte

Der indisch-luxemburgische Stahlkonzern ArcelorMittal und der brasilianische Bergbaukonzern Vale schreiben wegen rückläufiger Nachfrage in Europa und anderer Probleme jeweils mehr als vier Mrd. Dollar (3,1 Mrd. Euro) ab.

Mit Stahl, Nickel und Aluminium lässt sich in naher Zukunft voraussichtlich weniger Geld verdienen, so Analysten. Die Brasilianer haben zudem mit technischen Problemen zu kämpfen.

Die Aktie von ArcelorMittal reagierte am Freitag mit Verlusten auf die Nachrichten. "Betriebsschließungen sind die einzig wahre Lösung für die strukturellen Probleme im europäischen Stahlmarkt", sagte ein Analyst. Die Aussichten seien schwierig.

Die gesamten Abschreibungen von 4,3 Milliarden Dollar betreffen bei ArcelorMittal das Europageschäft, wie der weltgrößte Stahlkonzern am Freitag mitteilte. Dabei verwies das Management auf den anhaltenden Nachfragerückgang im europäischen Stahlmarkt. In naher Zukunft erwarte es auch hier keine Verbesserung. Dagegen sei die Stahlnachfrage in den USA im zu Ende gehenden Jahr um knapp acht Prozent gestiegen.

Der weltgrößte Erzförderer Vale schreibt unterdessen 4,2 Milliarden Dollar auf eine Nickelmine und einen Teil seines Aluminiumgeschäfts ab. Der Löwenanteil entfällt mit 2,85 Milliarden Dollar auf das brasilianische Nickelprojekt Onca Puma. Dort muss das brasilianische Unternehmen einen Brennofen neu errichten. Die Produktion steht seit Juni still und soll erst im vierten Quartal 2013 wieder anlaufen.

Den Wert seiner 22-prozentigen Beteiligung am norwegischen Aluminiumhersteller Norsk Hydro korrigierte Vale um 1,3 Milliarden Dollar nach unten und begründete dies mit dem Preisverfall für das Metall. Bei den Abschreibungen sind die steuerlichen Auswirkungen noch nicht berücksichtigt. In der Jahresbilanz sollen die Belastungen als Sondereffekt verbucht werden. Vale-Chef Murilo Ferreira will das Unternehmen künftig auf wenige, aber bessere Abbaustätten konzentrieren. Zudem bremst das Unternehmen seine Investitionen.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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