Währungen im Blick: Euro, Yuan und Aussie-Dollar

Währungen im Blick: Euro, Yuan und Aussie-Dollar

In der Eurozone spekulieren Anleger auf eine weitere Zinssenkung und warten daher mit ihren Investments. In Australien und China steigen die Händler dank guter chinesischer Außenhandelsdaten wieder in die jeweiligen Währungen ein.

Angesichts anhaltender Spekulationen auf eine weitere Zinssenkung kann der Euro derzeit nur schwer Fuß fassen. Die Gemeinschaftswährung notierte am Mittwoch bei 1,3096 Dollar und damit in Reichweite ihres Vortagesschlusses. Die überraschend starken Auftragseingänge der deutschen Industrie hatten dem Euro am Dienstag nur kurzzeitig Auftrieb geben können - er war zeitweise auf 1,3131 Dollar gestiegen.

Eine Schwalbe mache noch keinen Sommer, urteilte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. "Darüber hinaus könnten die Industrieproduktionszahlen aus Deutschland heute bereits wieder auf die Stimmung drücken." Vor allem der Bausektor dürfte unter dem langen Winter gelitten haben und damit die Produktion insgesamt nach unten ziehen, prognostiziert die Expertin. Analysten rechnen bei der Industrieproduktion im März mit einem Minus von 0,1 Prozent.

Investoren gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins für die Euro-Zone weiter senken wird, sollten die Konjunkturdaten nicht besser werden . EZB-Chef Mario Draghi hatte seine Bereitschaft dazu am Montag bekräftigt. Die Währungshüter hatten ihren Leitzins vergangene Woche auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt.

Aussie-Dollar dank starker China-Daten erholt

Ermuntert von überraschend starken chinesischen Konjunkturdaten sind die Anleger heute wieder in den australischen Dollar eingestiegen. Er verteuerte sich auf bis zu 1,0194 US-Dollar, nachdem er am Vortag auf ein Zwei-Monats-Tief von 1,0155 US-Dollar gefallen war. China ist immerhin der wichtigste Absatzmarkt für australische Rohstoffe und andere Produkte.

Laut Hiroshi Maeba, leitender Devisenhändler bei der UBS in Tokio, gehe die Erholung des Aussie-Dollar zudem zu einem großen Teil auf das Konto von Deckungskäufen. Nach der Zinssenkung der australischen Notenbank vom Dienstag hätten viele Anleger auf weitere Kursverluste gewettet. Um ihre Verluste zu minimieren, müssten sie die australische Währung wieder kaufen.

China weiter auf Erholung

Und die durchaus erfreulichen Außenhandelszahlen rund um die Exporte und Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt deuten indes auf eine weitere Erholung hin. Die chinesischen Exporte haben im April mit 14,7 Prozent stärker als erwartet zugelegt. Wie die Zollverwaltung am Mittwoch in Peking berichtete, stiegen auch die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 16,8 Prozent.

Der Handelsüberschuss erreichte 18 Milliarden US-Dollar (13,73 Mrd. Euro) nach einem überraschenden Defizit von 884 Millionen US-Dollar im Vormonat. Im März waren die Ausfuhren nur um 10 Prozent und die Einfuhren um 14,1 Prozent gestiegen. Die Steigerung der Exporte im April liegt deutlich über den Vorhersagen.

Weiterer Profiteur: Yuan

Von den guten Außenhandelsdaten konnte natürlich auch die Währung Chinas profitieren. Der Yuan kletterte auf ein neues Rekordhoch: Ein Dollar verbilligte sich auf bis zu 6,1424 Yuan. Neben den Konjunkturdaten profitiere die chinesische Währung von den anhaltenden Spekulationen um eine Liberalisierung des Yuan-Handels, sagten Börsianer. Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der Notenbank täglich festgesetzten Kurs um maximal ein Prozent über- oder unterschreiten. Die People's Bank of China (PBoC) hatte vor einigen Tagen gesagt, sie erwäge eine Ausweitung der Handelsspanne.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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