US-Schieferölförderung ab 2015 höher als in meisten OPEC-Ländern

US-Schieferölförderung ab 2015 höher als in meisten OPEC-Ländern

Die unkonventionelle Rohölproduktion aus Ölschiefer in Nordamerika wird einer Prognose des Ölkonzerns Exxon Mobil Corp. zufolge innerhalb der kommenden beiden Jahre die Fördermenge jedes OPEC-Mitgliedslandes außer Saudi-Arabien überschreiten.

Weltweit werde die Schieferölproduktion und die Förderung aus vergleichbaren geologischen Formationen mit ähnlichen Techniken zum Ende des Jahres 2040 um das Elffache über dem derzeitigen Volumen liegen - wobei die USA und Kanada sowie Russland die größten Produzenten sein werden, hieß es in dem jährlich erscheinenden Langfristausblick des Konzerns. Er wurde erstellt von Wissenschaftlern und Ökonomen im Auftrag des Konzerns aus Texas, der darauf seine Langfriststrategie basiert.

Demnach wird die Förderung aus Schieferöl in wichtigen Vorkommen wie in North Dakota und Texas schon bald die Kapazitäten inländischer Raffinerien übersteigen. Es ergebe sich für die US-Regierung Entscheidungsbedarf bei den geltenden Regelungen für den Ölexport, sagte Exxon-Vize Kenneth Cohen in einem Gespräch mit Bloomberg News. Der Konzern spreche sich für die Abschaffung des Exportverbots aus, das aus den 70er Jahren stamme, als das Ölembargo des Nahen Ostens auch in den USA zu Versorgungsengpässen führte.

Die Realitäten hätten sich fundamental gewandelt, sagte Cohen, “von einer Phase der Verknappung zu einem Überangebot, aber die geltenden Regeln stammen weiterhin aus einer von Knappheit geprägten Ära”. Es sei daher an der Zeit, die Regeln des freien Welthandels nicht nur bei Blaubeeren und Mais, sondern auch bei Energieprodukten anzuwenden. Die Prognose bezifferte den Höhepunkt des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase aus der Energieverwendung auf etwa das Jahr 2030, bevor ein schrittweiser Rückgang einsetzen werde. Die Reduzierung werde vornehmlich auf die Verwendung effizienterer Generatoren und Motoren sowie den Verzicht auf die klimaschädlichsten Energieträger wie Kohle und Holz zurückzuführen sein.

Die Erdölförderung unter dem Meeresboden wird sich laut der Exxon-Studie bis 2040 um 150 Prozent im Vergleich zu 2010 steigern. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Schieferöl sowie die Rohölproduktion unter dem Meeresboden und aus Schiefersand mehr als ausreichen werde, um die sinkende Produktion aus konventionellen Ölfeldern zu ersetzen, die teils seit Jahrzehnten in Betrieb sind.

Selbst mit der wachsenden Konkurrenz aus der nordamerikanischen Ölschieferförderung werde das Förderkartell OPEC den weltweiten Marktanteil bis 2040 auf 45 Prozent von etwa 40 Prozent 2010 steigern können, hieß es in der Studie weiter.

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