Syrien-Konflikt treibt Ölpreis in die Höhe

Syrien-Konflikt treibt Ölpreis in die Höhe

Bei einem Flächenbrand im Nahen Osten halten die Analysten der französischen Bank Societe Generale einen Ölpreisanstieg bis auf den Rekordwert von 150 Dollar für möglich.

"Wir glauben, dass in den nächsten Tagen der Preis für Nordseeöl um weitere fünf bis zehn Dollar auf 120 bis 125 Dollar je Barrel steigen kann - entweder in der Annahme eines bevorstehenden Angriffs oder in Reaktion auf Schlagzeilen, wonach der Angriff begonnen hat", erklärte Analyst Michael Wittner.

Am Mittwoch war der Preis für ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent um bis zu 2,6 Prozent auf 117,34 Dollar gestiegen und lag damit so hoch wie zuletzt im Februar. US-Leichtöl der Sorte WTI hatte zeitweise mit 112,24 Dollar so viel wie seit Mai 2011 nicht mehr gekostet. Über 120 Dollar hat Brent zuletzt im April 2012 notiert. Das Allzeithoch liegt bei 147,50 Dollar und stammt vom Juli 2008.

Angriff in den nächsten Tagen

Wittner rechnet mit einem Angriff des Westens auf Syrien in der nächsten Woche. Sollte es aber noch länger dauern, oder auch gar kein Militärschlag folgen, könnte der Ölpreis rasch wieder fallen. Im Falle von Engpässen habe nur Saudi-Arabien genügend Kapazitäten, um dies auszugleichen. Die Verbraucherländer könnten sich auf der anderen Seite veranlasst sehen, ihre strategischen Ölreserven anzuzapfen.

Die Analysten der Commerzbank verweisen dagegen darauf, dass beim ersten Golfkrieg 1990/91 die Ölpreise nur vor dem Irak-Einsatz der von den USA geführten Streitmächte gestiegen waren. Mit Beginn der Militäraktion seien sie schon wieder teilweise unter Druck geraten. Zudem sehen die Frankfurter Analysten bei 120 Dollar eine starke charttechnische Hürde.

Die Experten warnen zugleich, die Krise in Syrien habe die Probleme der libyschen Ölindustrie in den Hintergrund gedrängt. In Libyen sind seit gut einem Monat wichtige Exportterminals wegen Arbeitskämpfen geschlossen. Das Land exportiert derzeit ohnehin nur noch einen Bruchteil seines Öls. Nach Reuters-Schätzungen sind es gerade noch 200.000 Barrel täglich. Vor den Schließungen der Häfen waren es noch 1,6 Millionen. Ein libyscher Regierungsvertreter bezifferte am Nachmittag die Exporte mit 250.000 Barrel täglich. Er beteuerte auch, die Arbeitskämpfe friedlich lösen zu wollen. Vor einigen Tagen war ein Tanker, der illegal Öl ausführen wollte, beschossen worden.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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