So teuer war Öl noch nie

So teuer war Öl noch nie

Die Ölpreise sind im vergangenen Jahr 2011 auf ein neues absolutes Rekordniveau gestiegen. Mit einem Durchschnittspreis von 111 Dollar pro Barrel (je 159 Liter) lag der Brent-Öl-Preis um 40 Prozent über dem Vorjahreswert.

Wichtigster Preistreiber sei der Verlust wichtiger Quellen durch Aufstände in der arabischen Welt gewesen, vor allem in Libyen, sagte BP-Analyst Kevin Goodwin heute Mittwoch vor Journalisten bei der Präsentation des BP-Weltenergieberichts in Wien.

2011 sank die libysche Produktion um 1,2 Millionen Barrel pro Tag (oder 71 Prozent), der stärkste Förderrückgang eines Landes seit den Folgen des Zusammenbruchs der Sowjetunion vor rund 20 Jahren. Auch in weiteren Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas sowie in Großbritannien knickte die Produktion ein. Die weltweite Ölproduktion stieg jedoch 2011 um 1,1 Millionen Barrel pro Tag, weil der Verlust durch massiven Förderanstieg im Irak und in Saudi-Arabien mehr als ausgeglichen wurde.

Die Unsicherheiten zeigten sich auch in starken Verwerfungen auf den Ölmärkten: 2011 zogen die Ölpreise stark an. Zu Jahresanfang wurde Brent-Öl zu Preisen noch von 90 Dollar gehandelt, nach dem Verlust der libyschen Quellen stiegen die Preise im Februar stark an. Mitte April erreichte der Ölpreis mit knapp unter 127 Dollar den Höchststand, danach kam es wieder zu leichtem Preisrückgang in Folge der schwächeren Weltwirtschaft, der Freigabe von 35 Millionen Barrel aus strategischen OECD-Reserven im Juli und August sowie durch die vermehrte Förderung weiterer OPEC-Länder.

Die starken Preisschwankungen und Preissteigerungen am Ölmarkt sind nach Ansicht des BP-Analysten jedoch kein Grund zur Unruhe oder für Rufe nach Preisregulierung. Trotz eines "unruhigen Jahrs" 2011 habe gerade die Flexibilität der Märkte - ihre Fähigkeit, die Produktion anzukurbeln, bestimmte Energieträger durch andere zu ersetzen und Handelsmuster und -wege entsprechend umzuleiten - zu den Systemanpassungen beigetragen. Die Märkte würden also einen wichtigen Beitrag zur Garantie der allgemeinen Energiesicherheit leisten, ist der BP-Analyst überzeugt.

Auch den Forderungen nach mehr Energieautarkie kann er nichts abgewinnen: In Japan habe nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe von Fukushima gerade durch die Märkte die Energieversorgung aufrechterhalten werden können. Der Energiemarkt werde weiterhin von weltweiten Interdependenzen beherrscht, Abschottungstendenzen gibt der BP-Analyst keine Chance.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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