Schwächelnde Konjunktur bremst Kupfer aus

Schwächelnde Konjunktur bremst Kupfer aus

"Es gibt zwar starke Mittelzu- und -abflüsse bei Kupfer-ETFs, aber da das Industriemetall sehr konjunkturabhängig ist, dürfte es mit den Preisen erst ab 2013 wieder klar aufwärtsgehen", sagte Bernhard Wenger, der das Geschäft in Deutschland, Österreich und Zentral-Osteuropa leitet, der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Kurzfristig werde der Kupfermarkt daher wohl weiter schwanken. ETF Securities ist Europas größter Anbieter von börsennotierten Indexfonds (ETFs) und ähnlichen Produkten (ETCs) auf Rohstoffe.

Vor allem das langsamere Wachstum in China - dem größten Kupferverbraucher der Welt - macht dem Markt zu schaffen. Der Kupferpreis ist seit Jahresanfang zwar um fast zehn Prozent auf aktuell 8350 Dollar pro Tonne gestiegen, liegt aber trotzdem deutlich unter seinem Höchststand von 8760 Dollar je Tonne im Februar.

"Weiter starke Mittelzuflüsse in Gold-ETFs zu erwarten"

Die jüngsten Aktionen der US-Notenbank Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank (EZB) dürften nach Ansicht Wengers zwar die Preise für alle Rohstoffe stützen. "Bei Kupfer überwiegt aber - anders als bei Gold - die Abhängigkeit von der Konjunktur." In Gold-ETFs seien wie in den vergangenen Wochen weiter starke Mittelzuflüsse zu erwarten, sagte Wenger. "Daran wird sich so bald nichts ändern, denn wir haben mit niedrigen Zinsen, dem hohen Geldmengenwachstum und dem relativ niedrigen Dollarkurs viele Gründe, die dafür sprechen." Der Goldpreis hat seit Ende Juli rund zehn Prozent zugelegt, da sich viele Anleger mithilfe des Edelmetalls gegen Inflationsrisiken und Währungsschwankungen absichern wollen. Vor diesem Hintergrund haben nach Meinung Wengers auch nur physisch hinterlegte Gold-ETFs Sinn. "Der Anleger will sichergehen, dass das Gold auch da ist, wenn er es brauchen sollte."

Die Entwicklung des Ölpreises hängt Wenger zufolge vor allem von den Geschehnissen im arabischen Raum und der Konfrontation zwischen Israel und dem Iran ab. "Bei Öl ist es daher schwierig, eine Vorhersage für die Preisentwicklung zu treffen."

Die Kritik, dass physisch hinterlegte ETFs die Preise in die Höhe treiben könnten, weil sie den entsprechenden Rohstoff in eigenen Lagern halten und damit das Angebot am Markt verknappen könnten, teilt Wenger nicht. "Die Rohstoff-Produkte sind im Vergleich zum Gesamtmarkt weiterhin klein. Einen Einfluss auf die Preise sieht man weder bei Gold noch bei anderen Rohstoffen." Für ETF Securities ergibt es nach den Worten Wengers ohnehin nur Sinn, Rohstoff-ETFs auf liquide Produkte aufzulegen. "Deshalb haben wir zum Beispiel keinen ETF auf Rhodium."

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