Schlechte Aussichten für den Australischen Dollar

Schlechte Aussichten für den Australischen Dollar

Enttäuschende australische Konjunkturdaten haben die Währung des Landes am Mittwoch belastet. Der australische Dollar fiel um bis zu 0,9 Prozent und war mit 0,9529 US-Dollar so billig wie zuletzt im Oktober 2011.

Dem australischen Statistikbüro zufolge sank die Bauleistung im ersten Quartal um zwei Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Plus von einem Prozent gerechnet.

Darüber hinaus litt der australische Dollar unter der Stärke des US-Dollar. Dieser profitierte von steigenden US-Eigenheimpreisen und einer guten Stimmung der Verbraucher. Die Daten schürten zudem Spekulationen auf eine vorzeitige Straffung der US-Geldpolitik.

Charttechnik – Keine schnelle Erholung

Da der australische Dollar die charttechnisch wichtige Marke von 0,955 US-Dollar durchbrochen habe, könne nicht mit einer schnellen Erholung gerechnet werden, sagte Kenichi Asada, Chef der Devisenabteilung der Trust & Custody Services Bank.

Auch die Analysten der Barclays Bank beurteilten die Aussichten des australischen Dollar skeptisch. Zur Begründung verwiesen sie auf den Kurs des australischen zum neuseeländischen Dollar. Er fiel auf ein Viereinhalb-Jahres-Tief von 1,1831 Neuseeland-Dollar.

Rohstoffmarkt lastet ebenfalls auf dem Aussie

Hinzu kommt, dass sich auch die derzeitige Situation am internationalen Rohstoffmarkt auf den Aussie auswirkt. Der Kursrückgang bei diversen Rohstoffen strahlt auf den Devisenmarkt aus: Dies von Australien bis nach Kolumbien.

Und genau aus diesem Grund empfehlen die Experten der Royal Bank of Scotland den Australischen Dollar oder auch den Kolumbianischen Peso zu verkaufen. Diese Währungen sind nämlich sehr stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängig und daher dementsprechend anfällig gegenüber Kurseinbrüchen.

"Diese Länder haben ihren Rohstoffsektor gewaltig ausgebaut und sich darauf fokusiert. Die Währungen sind daraufhin nach oben geschossen und der Rest der Wirtschaft ist massiv wettbewerbsunfähig geblieben", so etwa John Taylor, CEO des in New York ansässigen auf Wärhugnen spezialisierten Hedgefonds FX Concepts.

Der insgesamt 24 Rohstoffe umfassende Index Standard & Poor's GSCI verlor seit seinem letzten Hoch im Februar um die acht Prozent und dämpft damit die Attraktivität von Währungen – wie etwa der Australische Dollar –, dessen Volkswirtschaften massiv von Rohstoffen und in weiterer Folge vom Rohstoffmarkt abhängig sind.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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