Russland steigt beim Pipeline-Projekt aufs Gas

Russland steigt beim Pipeline-Projekt aufs Gas

Pläne für eine Gas-Pipeline durchs Schwarze Meer werden vom Energiekonzern Gazprom mit aller Vehemenz vorangetrieben. Schon am 7. Dezember soll Wladimir Putin den Spatenstich setzen.

Ungeachtet eines Kartellstreits mit der EU treibt Russland seine Pläne für die South-Stream-Pipeline durch das Schwarze Meer voran, mit der Moskau mehr Gas nach Westen pumpen will. Russlands Energieriese Gazprom habe als Baubeginn den 7. Dezember angesetzt, berichtet das Magazin "Der Spiegel". Dann werde Kremlchef Wladimir Putin nahe bei Stadt Anapa rund 1200 Kilometer südlich von Moskau den symbolischen ersten Spatenstich unternehmen, hieß es.

An dem rund 16 Milliarden Euro teuren Projekt ist auch die deutsche BASF-Tochter Wintershall (15 Prozent) beteiligt. Aufsichtsratschef bei South Stream ist Hamburgs früherer SPD-Bürgermeister Henning Voscherau. Eine Investitionsentscheidung für den rund 60 Kilometer langen Österreich-Abschnitt ist noch nicht getroffen. Diesen Teil soll ein Joint Venture zwischen der OMV und der russischen Gazprom bauen.

Die EU wirft Gazprom Missbrauch der Marktstellung vor und hat deswegen im September eine Untersuchung eingeleitet. Zudem pocht Brüssel darauf, dass Gasverkäufer wie Gazprom nicht zugleich Besitzer der Transportwege sein dürfen. "Wir suchen nach einer Einigung", hatte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow vor kurzem dazu gesagt.

Gazprom ist bereits Mehrheitseigner bei der Ostseepipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland. Durch South Stream soll ab 2015 Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Die geplante Kapazität beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr, das sind etwa 35 Prozent des gesamteuropäischen Gasbedarfs.

South-Stream-Projektmanager Leonid Tschugunow kündigte vor kurzem dazu den Bau einer serbischen Kompressorstation nahe der ungarischen Grenze an. Die EU treibt als Alternative die Nabucco-Pipeline voran, durch die Gas aus Zentralasien unter Umgehung Russlands transportiert werden soll. Zu Nabucco gehören neben der OMV und der deutschen RWE die ungarische MOL, die türkische Botas, BEH aus Bulgarien und die rumänische Transgaz.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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