Rohstoffe und Aktien gehen getrennte Wege

Rohstoffe und Aktien gehen getrennte Wege

Die Entwicklung von Rohstoffen hat sich von den Aktienmärkten der Industrieländer abgekoppelt. Dahinter steht laut einer Einschätzung von Goldman Sachs die Erwartung, dass die Metallvorräte und das Energieangebot steigen werden.

Laut einer Studie der Analysten rund um Jeffrey Currie von Goldman Sachs in New York werden Investments in Rohstoffe - gemessen im Standard & Poor’s GSCI Index - in den nächsten zwölf Monaten insgesamt 1,6 Prozent Ertrag einbringen. In einem Bericht vom 23. April gingen die Analysten noch von einem Ertrag von 2,5 Prozent aus. Goldman behält indes den Ausblick “neutral” für Rohstoffe bei.

Am pessimistischen gestimmt sind die Goldman-Analysten bei Agrarrohstoffen, für die sie innerhalb von zwölf Monaten ein Minus von 13 Prozent voraussagen.

Aktien profitieren von der Politik der US-Notenbank

Das US-Aktienbarometer Standard & Poor’s 500 Index ist am Dienstag auf einen Rekordstand geklettert. Bei den Investoren steigt das Vertrauen in die weltgrößte Volkswirtschaft, zumal die US-Notenbank die Konjunktur mit einer beispiellosen geldpolitischen Lockerung stützt.
Hingegen hat der S&P GSCI Index der Rohstoffe dieses Jahr bereits 3,9 Prozent nachgegeben. Sinkende Preise verzeichneten vor allem Kupfer, Mais und Gold.

Aus einer ebenfalls am Dienstag vorgelegten Umfrage von Bank of America ging hervor, dass Vermögensverwalter Rohstoffe so pessimistisch sehen wie seit über vier Jahren nicht mehr und in dieser Anlageklasse netto 29 Prozent untergewichtet sind.

Die Entkoppelung zwischen Rohstoffen und Industrieländeraktien “stellt eine signifikante Abweichung gegenüber den letzten zehn Jahren dar, als die Korrelation zwischen den Anlageklassen besonders hoch war”, schrieb Currie. “In Anbetracht dessen, dass wir uns in einem Zyklus mit überschüssiger Kapazität und schwachem Wirtschaftswachstum befinden, sollte davon ausgegangen werden, dass Erträge bei den Rohstoffen und Volatilität ausbleiben.”

Indes könnte ein stärkeres Wirtschaftswachstum im weiteren Verlauf des Jahres und in das nächste Jahr hinein zu einer Verknappung an den Rohstoffmärkten führen und für Investoren bessere Gelegenheiten schaffen, hieß es weiter.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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