OPEC muss in puncto Öl-Förderquoten aktiv werden

OPEC muss in puncto Öl-Förderquoten aktiv werden

Die beste Förderdisziplin der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in 18 Monaten hat nicht für einen höheren Ausblick beim Ölpreis gesorgt. Damit steigt der Druck auf das Erdölkartell, die Fördermenge einzuschränken - auch angesichts des anschwellenden Angebots aus den USA.

Die OPEC entscheidet am Freitag in Wien über ihre weitere Förderpolitik. Fast alle der 20 von Bloomberg befragten Analysten erwarten, dass die OPEC-Mitglieder ihr Förderziel von 30 Millionen Barrel täglich nicht verändern werden. Nur ein Befragter rechnet diese Woche mit einer Förderkürzung.

Die meisten Analysten vertreten die Ansicht, dass die OPEC an der Einhaltung ihrer Fördergrenze arbeiten muss, damit das Angebot die Nachfrage nicht überschwemmt. Société Générale hält eine “beträchtliche” Verringerung für notwendig. Und das Centre for Global Energy Studies (CGES) befürchtet, dass der Ölpreis ohne Produktionskürzungen abrutschen könnte.

Förderquote muss gekürzt werden

Die OPEC, die 40 Prozent der globalen Ölproduktion ausmacht, hat ihre im Dezember 2011 festgelegte Förderquote gern überschritten, zeigen Daten von Bloomberg. Dennoch ist der Brent-Ölpreis in diesem Jahr um 6,6 Prozent gesunken. Am 18. April war die Nordseesorte auf 96,75 Dollar gefallen, den tiefsten Stand im laufenden Jahr.

“Sie müssen weiter kürzen”, sagte Seth Kleinman, Leiter Energiestrategie von Citigroup in London, in einem Telefoninterview. “Das Angebot am Markt ist reichlich, und es wird immer reichlicher. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem die OPEC dieses Problem angehen muss. Das Angebotswachstum wird robust sein und die Nachfrage wird durchweg enttäuschen.”

Die OPEC-Fördermenge belief sich im Januar auf 30,6 Millionen Barrel am Tag - dank einer gedrosselten Produktion in Saudi-Arabien. So nah an der offiziellen Förderquote hatte die Produktion seit Dezember 2011 nicht mehr gelegen, zeigen Daten von Bloomberg. Seitdem ist die Förderung aber wieder gestiegen und hat im April 30,9 Millionen Barrel am Tag erreicht. Das sind etwa 900.000 Barrel mehr als das OPEC-Ziel und als die Menge, die nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur im zweiten Halbjahr benötigt wird.

Anstieg aus den USA muss ausgeglichen werden

“Die OPEC-Förderung ist wieder leicht gestiegen”, sagte Mike Wittner, Leiter Ölmarktanalyse von Société Générale in New York am 21. Mai. “Sie sollten beträchtlich weniger fördern. Das ist das erste Jahr, in dem die OPEC - und insbesondere die Saudis - Förderkürzungen vornehmen müssen, um den Anstieg aus den USA auszugleichen.”

Die Ölförderung in den USA liegt nahe dem höchsten Stand seit 20 Jahren. Durch horizontale Bohrungen und Hydraulic Fracturing, das so genannte Fracking, werden in den Ölschiefervorkommen in Texas und Norddakota neue Quellen erschlossen. Die USA haben in der Woche zum 3. Mai 7,4 Millionen Barrel Öl täglich gefördert, so viel wie seit 1992 nicht mehr, wie das Energieministerium mitteilte.

Brent-Öl zur Lieferung im Juli notierte an der ICE Futures Europe zuletzt bei 103,69 Dollar 0,5 Prozent niedriger als am Vortag. Im bisherigen Jahresverlauf kostete die Sorte 108,91 Dollar. Zu den OPEC-Mitgliedstaaten gehören Algerien, Angola, Ecuador, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi- Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela.

“Unendliche Wachsamkeit ist der Preis dafür, um Öl bei 100 Dollar zu halten”, sagt Leo Drollas, Chefvolkswirt bei dem Beratungsunternehmen CGES. “Die OPEC sollte bis zum vierten Quartal wieder zu den 30 Millionen Barrel am Tag zurückkehren, sonst wird der Preis langsam absacken und letztendlich kräftig fallen.”

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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