OPEC: Energiebedarf steigt bis 2035 um die Hälfte

OPEC: Energiebedarf steigt bis 2035 um die Hälfte

Das geht aus dem "World Oil Outlook 2013" hervor, den die in Wien ansässige Organisation heute, Donnerstag, veröffentlicht hat. Bei ihrer Schätzung geht die OPEC davon aus, dass sich die Weltwirtschaft langsamer erholen wird als bisher angenommen. Für den Zeitraum 2014 bis 2018 wird ein durchschnittliches globales Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent pro Jahr angenommen - diese Annahme deckt sich auch mit der im Oktober veröffentlichten Konjunkturprognose des IWF.

Langfristig werde das Wachstum der Weltwirtschaft vor allem vom Bevölkerungswachstum angetrieben werden - die UNO schätzt, dass im Jahr 2035 rund 8,6 Milliarden Menschen die Erde bevölkern werden. Schon im Jahr 2021 soll Indien demnach China als bevölkerungsreichstes Land überholt haben, 63 Prozent der Weltbevölkerung sollen 2035 in Städten leben. Für ihre langfristigen Berechnungen hat die OPEC ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent pro Jahr (2013 bis 2035) angenommen - vor einem Jahr bildete ein angenommenes Wachstum von 3,4 Prozent die Berechnungsgrundlage.

In ihrem wahrscheinlichsten Szenario nimmt die Öl-Organisation an, dass der Energiebedarf 2035 um 52 Prozent höher sein wird als 2010. Der Anteil der fossilen Energieträger (Öl, Kohle, Gas) wird dann immer noch 80 Prozent betragen - nach 82 Prozent im Jahr 2010. Allerdings soll es eine Verlagerung von Öl zu Gas geben: Der Anteil von Erdöl am gesamten Energiemix soll von 32,2 auf 26,3 Prozent sinken und jener von Kohle von 27,7 auf 27,2 Prozent, der Anteil von Erdgas hingegen von 21,7 auf 26,0 Prozent steigen. Atomkraft soll unverändert bei 5,7 Prozent bleiben, Wasserkraft nur unwesentlich auf 2,6 Prozent zulegen und Biomasse auf 9,2 Prozent leicht sinken. Solar- und Windenergie wird auch künftig unbedeutend bleiben, sagen die Ölförderländer.

Was die Entwicklung des Ölpreises betrifft, versuchen die Ölproduzenten zu beruhigen: Zwar werde der nominelle OPEC-Referenzpreis bis zum Jahr 2020 bei durchschnittlich 110 Dollar pro Fass bleiben und bis 2035 auf 160 Dollar steigen - inflationsbereinigt soll der Preis aber auch 2035 nur bei 100 Dollar liegen.

Die Öl-Nachfrage soll mittelfristig jedes Jahr um 0,9 Mio. Fass pro Tag steigen und 2018 bei 94,4 Mio. Fass pro Tag liegen. Bis 2035 soll der Bedarf auf 108,5 Mio. Fass pro Tag steigen - um 20 Mio. Fass/Tag mehr als im Jahr 2012. Die Nachfrage nach OPEC-Öl wird von heuer 30,3 Mio. Fass/Tag auf 29,2 Mio. Fass/Tag im Jahr 2018 zurückgehen.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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