Ölpreis steigt - Shell-Boss: Er wird wieder fallen

Ölpreis steigt - Shell-Boss: Er wird wieder fallen

Angetrieben vom schwächelnden Dollar stieg der Ölpreis am Mittwoch an. Peter Voser, Boss des Ölkonzerns Shell, rechnet für heuer aber mit einem Preisrückgang.

Der Brent-Ölpreis hat am Mittwochvormittag zugelegt. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen elf Uhr in London bei 99,72 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag lag der Brent-Future zuletzt bei 98,59 Dollar. Angetrieben wurden die Ölpreise von der freundlichen Stimmung an den Aktienbörsen und dem schwächeren US-Dollar.

Abbau der US-Vorräte

Unterstützt wurden die Ölpreise laut den Analysten der Commerzbank auch von den am Dienstagabend gemeldeten US-Lagerdaten, die einen überraschend starken Abbau der US-Rohölvorräte gezeigt hatten. Im weiteren Tagesverlauf dürfte der Fokus der Ölmärkte vor allem auf der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Nachmittag liegen, erwarten die Commerzbank-Analysten.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Dienstag auf 96,19 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Montag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 95,48 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Shell-Boss rechnet mit Preisverfall

Angesichts der schwächelnden Weltwirtschaft rechnet Shell -Chef Peter Voser in diesem Jahr mit einem weiteren Rückgang des Ölpreises. "Die weltweite Nachfrage gibt nach, wir haben Rezessionsanzeichen in Europa und eine leichte Abkühlung im asiatisch-pazifischen Raum", sagte Voser am Dienstag in einem Interview mit Reuters am Rande der Welt-Gas-Konferenz in Kuala Lumpur. "Gleichzeitig haben geopolitische Einflüsse bei den Preisschwankungen in den vergangenen Monaten etwas abgenommen, und deshalb sehen wir eine Lockerung bei den Preisen, die voraussichtlich auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten wird."

Im nächsten Jahr werde sich die Öl-Nachfrage allerdings allmählich erholen, sagte Voser. Dann dürften die Ölpreise wieder steigen, sagte der Vorstandschef des britischen Ölkonzerns. Der Preis für ein Barrel der marktführenden Nordsee-Sorte Brent fiel in dieser Woche auf ein 16-Monats-Tief unter 96 Dollar. Schwache Wirtschaftsdaten aus den USA und China hatten die Sorge über eine rückläufige Nachfrage verstärkt. Hoffnungen auf neue Ansätze zur Lösung der Schuldenkrise durch die sieben größten Industriestaaten (G7) schickten den Ölpreis am Dienstag aber wieder auf Erholungskurs. Zuletzt war der Ölpreis vor allem wegen der Spannungen zwischen dem Öl-Produzenten Iran und westlichen Staaten gestiegen, zeitweise bis auf mehr als 128 Dollar je Barrel.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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