Ölfund vor Irland: „Die neue Nordsee“

Ölfund vor Irland: „Die neue Nordsee“

Einige der größten Ölvorkommen der Welt finden sich nahe Irlands – neue Funde könnten die irische Wirtschaft stark beeinflussen.

In der Nähe von Irland befinden sich einige der weltgrößten Ölvorkommen außerhalb des Nahen Ostens - und doch hat der Ölreichtum in dem Schicksal der „Grünen Insel“ nie eine Rolle gespielt. Abgesehen von den Funden kleinerer Ölfelder und einiger größerer Gasvorkommen hatten die Unternehmen beim Ausloten der Gewässer vor der Küste Irlands wenig Glück.

Das Blatt könnte sich nun aber wenden: Providence Resources Plc hat im Juli die Entdeckung eines Ölvorkommens im Barryroe-Feld von mehr als eine Milliarde Barrel bekannt gegeben. Die Ölquelle liegt 72 Kilometer vor der Südküste Irlands im Atlantik. Der Konzern, der auf Kohlenwasserstoff-Exploration spezialisiert ist, hat die vergangenen zehn Jahre mit dem Aufkauf von Lizenzen verbracht und kontrolliert nun einen größeren Anteil des Seebodens vor der Küste Irlands als alle anderen Unternehmen, wie Bloomberg Businessweek berichtet.

Keine Konkurrenz
„Niemand hat uns dabei Konkurrenz gemacht“, sagte der Chef der Ölsuchfirma, Tony O’Reilly. „Es könnte die neue Nordsee werden.“ Providence entstammt einem Unternehmen, das der Vater von O’Reilly - der ehemalige Chairman des Ketchup- Herstellers H.J. Heinz Co. - gegründet hatte. Der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein. Die irische Wirtschaft versucht sich derzeit von einer schweren Rezession zu erholen, die durch das Platzen der Immobilienblase im Lande ausgelöst worden war. Das Land musste ein Hilfspaket von der Europäischen Union und dem Internationalem Währungsfonds über 67,5 Milliarden Euro in Anspruch nehmen.

Der Vergleich mit der Nordsee dürfte die Regierung in Dublin in Entzücken versetzen. Großbritannien hat durch Förderabgaben bei Erdöl und Gas aus dem britischen Abschnitt der Nordsee in den vergangenen vier Jahrzehnten 300 Milliarden Pfund (379 Milliarden Euro) eingenommen, wie aus Daten der Interessensvertretung Oil & Gas UK hervorgeht. Ganz zu schweigen von den 500 Milliarden Pfund (632 Milliarden Euro), die das Vereinigte Königreich durch Investitionen in die Energiewirtschaft des Landes angezogen hat.

Geduldige Investoren

Providence wurde im Jahr 1997 gegründet und O’Reilly - der seit den Anfängen mit dabei ist - gestand ein, dass die Geduld der Investoren bei der Suche nach dem Ölreichtum unter dem Meeresboden auf die Probe gestellt wurde. Nun aber hat sich die Ausdauer der Anleger ausgezahlt: Der Wert der Aktien des in Dublin ansässigen Ölsuchkonzerns, der 80 Prozent an dem Barryroe-Feld hält, hat sich seit Jahresbeginn verdreifacht. Dank des Barryroe-Fundes kann sich die Ölsuchfirma nun ihren Partner aussuchen, um den flüssigen Schatz wirtschaftlich zu fördern. Exxon Mobil Corp., Repsol SA und Eni SpA gehören zu den Unternehmen, die bereits Vereinbarungen zur Unterstützung des Explorationsprogramms über 500 Millionen Dollar (398 Millionen Euro) in sechs Becken unterzeichnet haben Exxon war im Jahr 1974 das erste Unternehmen, das im Barryroe-Feld auf Öl gestoßen war. Mit der damaligen Technologie schien eine wirtschaftliche Förderung des Rohöls allerdings nicht möglich zu sein.

Nach Aussage von Fergus O’Dowd, Irlands Minister für Rohstoffreserven, ist es nun besonders wichtig, nach “Bodenschätzen zu suchen, hinauszugehen und zu bohren”. In Irland habe es 157 Ölbohrungen gegeben, im Vergleich dazu habe Großbritannien mehr als 4000 Bohrungen vorgenommen, sagte O’Dowd weiter. Als Lockmittel dürfte dabei auch Irlands niedriger Unternehmenssteuersatz von 25 Prozent wirken. Zudem dürfen Explorationskosten in Irland abgeschrieben werden. Im Gegensatz dazu hat Großbritannien im vergangenen Jahr die Steuern auf Ölproduktionsgewinne von 50 Prozent auf 62 Prozent angehoben.

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