Öl sprudelt so stark wie seit langem nicht – Preise bleiben aber hoch

Öl sprudelt so stark wie seit langem nicht – Preise bleiben aber hoch

Das fundamentale Bild für Öl erweist sich aktuell als nicht allzu rosig. Der Raffineriedurchsatz in China ist zurückgegangen und die OPEC-Produktion ist auf ein Fünfmonatshoch gestiegen. Aktuell geben die Preise nach, auf lange Sicht befinden sich diese allerdings in einem Seitwärtstrend.

So bewegt sich etwa Rohöl der US-Sorte WTI seit Dezember des Vorjahres in einer Bandbreite zwischen 86 US-Dollar am unteren und 97 US-Dollar am obere Ende. Ähnlich das Bild bei der Nordseesorte Brent: Seit September notiert der Rohstoff seitwärts.

Überangebot drückt Ölpreis

"Schuld daran ist das latente Überangebot, welches laut aktueller Schätzungen der US-Energiebehörde EIA Bestand haben dürfte", erläuterten die Analysten der Commerzbank. Für die morgen anstehende Veröffentlichung des mittelfristigen Ölmarktausblicks der Internationalen Energieagentur (EIA) werden indes deutlich höhere Progosen für das Ölangebot außerhalb der OPEC-Staaten erwartet. Damit würde der "rasant steigenden" Schieferölproduktion in den USA Rechnung getragen, hieß es.

Aber auch die OPEC meldete vergangenen Freitag einen Anstieg der Fördermenge. Demnach habe die Produktion im vergangenen Monat bei durchschnittlich 30,46 Millionen Barrel pro Tag gelegen. Im Vormonat waren es noch 30,13. Dies ist der höchste Wert seit vergangenen November.

“Auf diesem Niveau ist Rohöl teuer”, sagte Jonathan Barratt, vom Rohstoffnewsletter Barratt’s Bulletin in Sydney. “Es dreht sich alles ums Angebot. Wenn man sich die Lagerbestände rund um die Welt anschaut, dann ist es nicht wirklich gerechtfertigt”, dass WTI auf diesem Stand gehandelt wird.

Widerstand bei 100-Tage-Linie

Laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg findet sich bei WTI derzeit eine technische Unterstützung bei dessen 100-Tage-Linie bei rund 93 US-Dollar. Grund für diesen Widerstand sehen Analysten in automatischen Kaufordern. Zudem sind zuletzt die Net-Long-Positionen angestiegen. Wie die US Commoditiy Futures Trading Commission mitteilte, stiegen diese um 5,5 Prozent oder 10.572 Futures und Optionen auf 204.534.

Geringe China-Nachfrage belastet derzeit

Am Montag haben die Preise von WTI und Brent allerdings kräftig nachgegeben. Die US-Sorte WTI kostete mit 94,60 Dollar 1,5 Prozent weniger als am Freitag. Das Nordsee-Öl Brent verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 102,40 Dollar je Barrel. Verantwortlich dafür sind Spekulationen auf eine geringere Nachfrage des weltweit zweitgrößten Verbrauchers China.

Nach Reuters-Berechnungen auf Grundlage offizieller Eckdaten lag der chinesische Ölbedarf im April bei 9,6 Millionen Barrel täglich. Dies ist zwar ein Plus von 3,2 Prozent, allerdings das geringste Wachstum seit acht Monaten. "China ist nicht länger die Lokomotive der weltweiten Nachfrage", sagte Analyst Olivier Jakob vom Research-Haus Petromatrix.

“Negative Nachrichten kommen aus China”, sagte Gene McGillian von Tradition Energy in Stamford. “Der Raffineriedurchsatz in China ist zurückgegangen, und außerdem ist die OPEC-Produktion auf ein Fünfmonatshoch gestiegen. Das fundamentale Bild ist nicht stützend für Öl.”

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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