OECD und FAO: Lebensmittel werden teurer

OECD und FAO: Lebensmittel werden teurer

Bevölkerungswachstum und höhere Einkommen treiben nach einem UN-Bericht den Bedarf in Entwicklungsländern. "Preise für pflanzliche und tierische Agrarerzeugnisse werden nach der Prognose wegen geringerem Produktionswachstums und höherer Nachfrage steigen", schreiben die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die OECD in dem am Donnerstag in Peking vorgestellten Bericht.

Die steigende Nachfrage in reicher werdenden Schwellenländern wie China wird die Preise für Lebensmittel bis 2022 nach oben treiben. Das sagen die Welternährungsorganisation FAO und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrer gemeinsamen Prognose voraus. "Steigende Preise werden im kommenden Jahrzehnt sowohl für Getreide als auch für Vieh erwartet", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Ausblick für 2013 bis 2022. "Fleisch, Fisch und Biokraftstoff werden sich dabei stärker verteuern als Agrargrundstoffe."

Zwar gehen die Experten davon aus, dass die Versorgung mit Agrargütern mit der globalen Nachfrage Schritt halten wird. Allerdings könne es auch künftig zu Produktionsausfällen, Preisschwankungen und Handelsunterbrechungen kommen. "Solange die Nahrungsmittelvorräte in großen Hersteller- und Verbraucherländern klein bleiben, herrscht ein verstärktes Risiko für volatile Preise", warnen die Experten in der Studie. "Eine großflächige Dürre wie 2012 zusätzlich zu knappen Nahrungsmittelbeständen könnte die Weltpreise um 15 bis 40 Prozent erhöhen."

Chinesen steigen auf Fleisch um

Wegen knapper Anbauflächen, gestiegenen Produktionskosten und zunehmenden Umweltbelastungen werde die weltweite Agrarproduktion bis 2022 nur noch um jährlich 1,5 Prozent wachsen. In den zurückliegenden zehn Jahren seien es noch 2,1 Prozent gewesen. Gleichzeitig steige die Nachfrage durch die wachsende Weltbevölkerung, höhere Einkommen, Urbanisierung und veränderte Ernährungsgewohnheiten.

Besonders in China erwarten die Experten eine höhere Nachfrage. Das bevölkerungsreichste Land der Welt werde seine Fleischimporte jährlich um drei Prozent steigern. 2022 sollen sie bei 1,7 Millionen Tonnen liegen. Die Einfuhr von Rindfleisch dürfte um sieben Prozent zulegen. Die Importe von Ölsaaten wie Raps, Soja und Sonnenblumen sollen sogar um 41 Prozent auf 83 Millionen Tonnen klettern. Das entspräche 59 Prozent des Welthandels mit Ölsaaten. Im Gegensatz dazu sollen Reisimporte im kommenden Jahrzehnt um durchschnittlich 1,5 Millionen Tonnen jährlich fallen, weil die reicher werdenden Chinesen immer mehr auf Fleisch umsteigen. Die Volksrepublik ist der weltgrößte Reiskonsument.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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