Obama genehmigt Luftschläge im Irak - Ölpreise ziehen an

Obama genehmigt Luftschläge im Irak - Ölpreise ziehen an

Nach dem Abwurf von Hilfsgütern im Nordirak, will die US-Army mit gezielten Luftangriffen gegen die IS vorgehen. Der Preis für Nordseesorte Brent erhöhte sich am Freitagfrüh bereits um 1,01 Dollar auf 106,45 Dollar.

Singapur. US-Präsident Barack Obama hat am Luftangriffe gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) im Irak angeordnet. Obama sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington, die "zielgerichteten Luftangriffe" dienten zum Schutz von Zivilisten und US-Soldaten. Die USA müssten handeln, um einen "Völkermord" an den Yeziden (Jesiden) im Nordirak zu verhindern, betonte Obama.

Zuvor hatte der UNO-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung den IS-Terror scharf verurteilt und die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, dem Irak zu helfen. Das mächtigste UNO-Gremium zeigte sich "schockiert" über das Schicksal tausender Yeziden (Jesiden) und Christen, die vor den Jihadisten geflohen sind und "dringend humanitäre Hilfe" benötigten, sagte der britische UNO-Botschafter Mark Lyall Grant.

Der US-Präsident betonte, dass er sich die Entscheidung für Luftangriffe nicht leicht gemacht habe. "Ich nehme keine Entscheidung so ernst wie jene zum Einsatz militärischer Gewalt", sagte Obama. Schließlich hätten die Vereinigten Staaten "andere Werkzeuge in unserem Arsenal". Doch wenn das Leben von Amerikanern und jenes von Tausenden Zivilisten in Gefahr sei, müssten die USA handeln.

Die Ölpreise haben am Freitag mit deutlichen Aufschlägen auf eine absehbare Intervention der USA im Irak reagiert. In der Früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 106,45 US-Dollar (79,6 Euro). Das waren 1,01 Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 65 Cent auf 97,99 Dollar.

In der Nacht auf Donnerstag genehmigte US-Präsident Barack Obama Luftangriffe gegen die radikalen Milizen der Organisation "Islamischer Staat", die seit Wochen im Irak auf dem Vormarsch sind. Dies erfolge zum Schutz amerikanischer Militärangehöriger und bedrohter Minderheiten im Nordirak. Auch haben die USA mit dem Abwurf von Hilfsgütern begonnen.

Der Irak ist der zweitgrößte Produzent im Ölkartell OPEC. Der Großteil seiner Ölproduktion befindet sich im südlichen Landesteil und ist bisher von den Unruhen im Norden verschont geblieben.

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