Möglicher Angebots-Engpass und China treiben den Kupferpreis hoch

Möglicher Angebots-Engpass und China treiben den Kupferpreis hoch

Ein unerwartet langer Ausfall der Förderung in der weltweit zweitgrößten Kupfermine hat am Dienstag dem Kupferpreis Auftrieb gegeben. Die Tonne verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 7398 Dollar. Interessantes kommt zudem auch von Seiten Chinas.

Die Minengesellschaft Freeport hat den Betrieb ihrer Grasberg
Mine in Indonesien nach einem Unfall Mitte Mai eingestellt, um
die Ursachen des Einbruchs eines Stollen zu klären. Ein
Regierungsvertreter erklärte, die Mine könnte erst wieder in
Betrieb genommen werden, wenn die Untersuchungen in etwa drei Monaten abgeschlossen seien.

Bislang sei unklar, wie lange der Minenbetreiber seinen vertraglichen Lieferverpflichtungen nachkommen kann, schrieben die Analysten der Commerzbank. "Im Zusammenhang mit derzeitigen anderen Produktionsproblemen könnte sich dadurch das Angebot am
Weltmarkt merklich anspannen", stellten die Analysten weiter
fest.

Rohstoffhungriges China will eigene Kupfermine

Das rohstoffhungrige China greift indes nach Kupfervorkommen in Peru. Zwei Töchter chinesischer Staatsunternehmen seien an Bergwerken des europäischen Rohstoffkonzerns Glencore Xstrata in dem Andenstaat interessiert, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Bieter sei etwa Chinalco Mining International, eine Tochter der staatlichen Aluminium-Gruppe. Zweiter Interessent sei die ebenfalls in Hongkong notiert MMG, die von China Minmetals kontrolliert wird - einem Konzern, der zwar in Melbourne seinen Hauptsitz und zudem einen australischen Chef hat, aber auch in chinesischem Staatsbesitz ist.

Der Verkauf der ist ein Randaspekt der 35 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata durch den Rivalen Glencore. Im Rahmen des Deals von Anfang des Jahres musste Glencore dem zuständigen chinesischen Ministerium zusagen, das Kupfergeschäft in Peru abzustoßen, für das eine minimale Produktion von 400.000 Tonnen pro Jahr vorgesehen ist.

Die beteiligten Unternehmen wollten sich nicht zu den Informationen äußern. Den Insidern zufolge sind beide Bieter gerade dabei, Investmentbanken als Berater anzuheuern. Allerdings wird noch mit weiteren Interessenten aus Indien gerechnet.

Indien hat wie China, Brasilien oder Russland wegen seines vergleichsweise rasantes Wachstums einen großen Bedarf an Rohstoffen wie Kupfer oder Eisenerz. Davon hat im Falle Chinas Australien wie kein anderes Industrieland profitiert. Die Asiaten stillen ihren Rohstoffhunger zudem mit immer mehr Lieferungen aus Afrika.

Übrige Industriemetalle zeigen sich uneinheitlich

Die Preise für die übrigen Industriemetalle tendierten
uneinheitlich. Während Nickel und Aluminium ihren Aufwärtstrend vom Vortag fortsetzten und sich je um 0,4 Prozent verteuerten, gaben die Preise für Blei, Zinn und Zink ja bis zu ein halbes Prozent nach.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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